StartPolitikEuropaDelta-Variante nicht harmlos: Lauterbach fordert Neubewertung von Kinder-Impfungen

Delta-Variante nicht harmlos: Lauterbach fordert Neubewertung von Kinder-Impfungen

In der Frage der Corona-Impfung von Kindern klaffen die Meinungen des SPD-Gesundheitspolitikers Karl Lauterbach und der Ständigen Impfkommission (Stiko) auseinander. Der Experte verweist auf die Delta-Variante des Virus, die auch für Kinder eine Gefahr darstellt.„In Großbritannien sind bereits viele Kinder mit Covid in der Klinik. Die Ständige Impfkommission argumentiert, dass Covid für Kinder harmlos sei. Für die Delta-Variante gilt dies meiner Ansicht nach aber nicht“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“.Bisher hat die Stiko keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren ausgesprochen. Sie rät zu Impfungen nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen wie Adipositas, Diabetes und chronischen Lungenerkrankungen. Das Gremium begründete seine Empfehlung vor knapp drei Wochen unter anderem damit, dass das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung für diese Altersgruppe gering sei.

„Die Angaben der Stiko beziehen sich immer auf alte Varianten“, kritisierte Lauterbach. „Die Durchseuchung der Kinder mit der Delta-Variante ist zu riskant. Und Wechselunterricht ist keine Lösung“. Zugleich regte er an, mehr zu tun, um Impfskeptiker zu überreden.„In Israel steigt die Inzidenz trotz hoher Impfquote und Topwetter wieder an. Es zeigt sich: Echte Normalität wird nur mit einer sehr hohen Impfquote kommen“.Zum Thema äußerte sich Lauterbach auch in seinem kürzlich geposteten Tweet:


Karl Lauterbach

@Karl_Lauterbach


Die Bilanz von jungen Menschen ab 12 fällt klar für die Impfung aus. Auf 70 Myocarditis Fälle nach Impfung, 95% harmlos, kommen mehr als 200 Krankenhausfälle mit Covid und 2 Tote ohne Impfung. Dazu kommen die #LongCovid Fälle

Er gehe zudem davon aus, dass eine Impfquote von mehr als 80 Prozent nötig sei.

Quelle!:

Empfohlene Artikel
- Advertisment - Beschreibung des Bildes