Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat die Reaktion des Bundesfinanzministers Olaf Scholz (SPD) auf die Durchsuchungen in seinem Ministerium kritisiert. Darüber berichtet DPA am Freitag.„Wenn das eigene Ministerium durchsucht wird, der Staatsanwaltschaft zu sagen, was sie besser getan hätte, kennt man sonst nur von populistischen Staaten“, wird Laschet von DPA zitiert. Der CDU-Politiker riet zudem erneut von einer möglichen rot-grün-roten Regierungskoalition ab, weil diese drei Parteien in der Finanz-, Sozial- und Wirtschaftspolitik nahe beieinander lägen. Mit Blick auf höhere Umfragewerte der Kanzlerkandidaten von SPD und Grünen sagte er, bei der Bundestagswahl am 26. September stehe mehr auf dem Spiel als „Wer ist der Nettere im Land?“.
Am Donnerstag gab es Razzien in dem von der SPD geführten Finanzministerium und dem Justizministerien in Berlin. Diese wurden im Rahmen der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Osnabrück gegen die Geldwäsche-Zentralstelle des Zolls (FIU) veranlasst. In diesem Zusammenhang sagte Bundesfinanzminister Scholz am Donnerstagabend, man hätte entsprechende Fragen an die Ministerien in Berlin schriftlich stellen können. „Nun sind sie auf andere Weise gestellt wurden. Das mag jeder für sich selbst bewerten“, fügte Scholz hinzu.



