Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) warnt vor vierter Welle in der Pandemie. „Sie kann noch sehr viele Menschenleben kosten“, sagt er laut Medien und rät dazu, auf Weihnachtsfeiern zu verzichten. Dieser Einschätzung widerspricht die Wirtschaftsministerin von Rheinland-Pfalz, Daniela Schmitt (FDP). „Das Leben muss weitergehen“, fordert sie.Die vierte Corona-Welle könne „noch sehr viele Menschenleben kosten“, sagte SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach laut der „Bild“, wie die Zeitung in ihrer Online-Ausgabe am Montag meldete. Daher sei es wichtig, „dass die Menschen vorsichtiger werden“, wurde er zitiert. „Dazu gehört, möglichst auf Weihnachtsfeiern in Innenräumen zu verzichten, an Weihnachten in kleineren Gruppen zu feiern und nicht zum Karneval zu gehen.“Die Wirtschaftsministerin von Rheinland-Pfalz, Daniela Schmitt (FDP), könne bei solchen Forderungen nur den Kopf schütteln. Laut dem Bericht habe sie vor, trotz der Warnungen Weihnachten zu begehen und Karneval zu feiern.„Ich finde, wir sollten auch an die Eigenverantwortung der Menschen appellieren“, kommentierte die FDP-Politikern die vorherigen Aussagen von Gesundheitsexperte Lauterbach. Es gebe viele Möglichkeiten für die Gesellschaft, „auch mit der Pandemie umzugehen und zu leben. Und auch bestimmte Dinge, am Laufen zu halten. Ich sehe kein Problem in Form einer Weihnachtsfeier. Wenn man sich vielleicht gepflegt zum Abendessen trifft, geimpft ist und sich auch zur Vorsicht vorher noch mal testet – dann ist das schon eine Möglichkeit, zusammenzukommen.“
Bei aller Vorsicht, was den Gesundheitsschutz angehe, müsse ihr zufolge auch die gesellschaftliche Situation insgesamt betrachtet werden. „Wir müssen an die sozialen Folgen denken, auch in dieser Phase“, erklärte Schmitt.
Zur Frage des Springer-Mediums, ob Lauterbach Panikmache betreiben würde, hatte sie eine klare Antwort parat: „Ich finde schon“, sagte die Ministerin in Rheinland-Pfalz für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in der Regierung unter Malu Dreyer (SPD).



