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Risiko Wohnungsbrand durch Lampen-Seilsysteme

R+V-Infocenter: Ältere Systeme sollten regelmäßig kontrolliert werden

Wiesbaden, 25. September 2026. Seilsysteme mit mehreren Leuchten waren lange Zeit sehr beliebt. In vielen Wohnungen, Büros und Praxen hängen sie noch heute. Doch Verschleiß, lockere Kontakte oder beschädigte Kabel können sie mit den Jahren zum Sicherheitsrisiko machen. Das Infocenter der R+V Versicherung rät, ältere Systeme regelmäßig zu kontrollieren.

Elektrizität ist eine häufige Brandursache. Rund ein Drittel der Gebäudebrände sind darauf zurückzuführen. Zu den Gefahrenquellen gehören ältere Lampen-Seilsysteme. Das Problem: Defekte bleiben mitunter lange unbemerkt, weil die Beleuchtung meist knapp unter der Decke angebracht ist. „Wenn Kabel und Isolierungen spröde werden oder sich Kontakte lockern, kann starke Hitze entstehen. Im schlimmsten Fall entsteht daraus ein Brand“, sagt Torge Brüning, Brandschutzexperte bei der R+V Versicherung.

Dafür gibt es verschiedene Warnzeichen: Flackert das Licht, können verschlissene Kontakte oder andere Defekte die Ursache sein. Auch verfärbte oder verformte Kunststoffteile, rissige Kabel und verschmorte Isolierungen sind ernstzunehmende Hinweise. „Bei Brand- oder Schmorgeruch muss das Licht sofort ausgeschaltet werden. Eine defekte Beleuchtung darf auf keinen Fall weiter genutzt werden“, warnt Brüning. Bei Funken, Rauch oder starkem Schmorgeruch sollte zusätzlich die Sicherung ausgeschaltet werden.

Reparaturen den Fachleuten überlassen

Beschädigte Leitungen und überhitzte Bauteile können Gegenstände in der Umgebung entzünden. Vorhänge, Rollos und andere brennbare Materialien sollten deshalb ausreichend Abstand zu den Leuchten haben. „Wenn Systeme seit vielen Jahren unverändert in Betrieb sind, sollten sie bei ersten Auffälligkeiten schnell überprüft werden“, meint Torge Brüning.

Von eigenen Reparaturversuchen rät der R+V-Experte dabei dringend ab: Nur Elektrofachleute sollten Seilsysteme montieren, verändern oder reparieren – auch wenn der Schaden auf den ersten Blick harmlos erscheint.

Weitere Tipps des R+V-Infocenters:
– Nur Leuchtmittel verwenden, die für das jeweilige Seilsystem geeignet sind. Dabei die vom Hersteller angegebene maximale Leistung beachten.
– Beim Wechsel eines Leuchtmittels darauf achten, das dies fest in der Fassung sitzt.
– Rauchwarnmelder regelmäßig testen, damit sie im Ernstfall einwandfrei funktionieren.

Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die repräsentative Langzeitstudie über die „Ängste der Deutschen“ ermittelt beispielsweise bereits seit 1992 jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.

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