Viele Nutzfahrzeuge hebeln die Abgasreinigung aus

0
42

– Emulator-Boxen umgehen Rußpartikelfilter und SCR-Kats
– Schaden größer als Diesel-Skandal
– Dinex für Schadstoff-Norm bei Ersatzteilen

Der VW-Skandal hat Zweifel am Dieselmotor geweckt. Dabei sind die bestehenden Systeme heute wesentlich weniger umweltschädlich als noch vor wenigen Jahren. Emissionsspezialist Dinex hat daran einen großen Anteil. Seine Produkte reinigen effizient Abgase von schweren Dieselmotoren. Gefahren sieht man bei Dinex in Technologien, die die normale Abgasreinigung umgehen. Sie sind derzeit auf dem Vormarsch, vor allem bei schweren Nutzfahrzeugen aus Osteuropa. Niemand weiß genau, welchen Umweltschaden der Einsatz dieser Technik anrichtet. Dinex ist dafür, dass es nicht nur eine verbindliche Norm für die Abgasreinigung bei der Erstausrüstung gibt. Vielmehr wäre es nötig, auch für die entsprechenden Ersatzteile eine Norm zu etablieren. Ebenso wäre ein Verbot von Emulator-Boxen ein wichtiger Beitrag zur Schadstoffreduzierung. Oliver Gravemann, Vertriebsleitung Dinex Deutschland GmbH in Kalbach, setzt sich dafür ein, dass ein solches Verbot umgesetzt wird.

Fahrzeugemissionen haben messbare Auswirkungen auf die Luftqualität. Je mehr Verkehr in einem Gebiet herrscht, desto mehr Luftschadstoffe gibt es. Jedes Auto, jeder Van, Bus und LKW stößt eine Reihe von Abgasen aus. Luftverschmutzung schadet der Gesundheit von Menschen und der Umwelt insgesamt. Mit jeder Generation der EURO-Normen wurde komplexeres Equipment eingeführt, um die erforderlichen Emissionsziele zu erreichen. Einige Nutzfahrzeug-Halter machen sich jedoch das Leben leicht, vor allem, was die Wartung angeht. Sie verwenden in ihren Fahrzeugen Emulator-Boxen und tragen damit erheblich zur Luftverschmutzung bei. Denn EURO 4 oder EURO 5 Fahrzeuge können so ausgetrickst werden, dass deren SCR-Systeme auch ohne das wichtige AdBlue-Additiv laufen, und zwar mit einer solchen AdBlue Emulator-Box. Diese lassen sich leicht online kaufen und sorgen bereits jetzt für große Probleme in Europa.

20 Prozent Nfz aus Osteuropa ohne funktionierende Abgasreinigung
Emulatoren sind in Australien illegal und europäische Organisationen appellieren bereits seit langem an die Europäische Kommission, ähnliche Maßnahmen zu ergreifen. Eine kürzlich von der Universität Heidelberg im Auftrag des ZDF durchgeführte Untersuchung hat ergeben, dass circa 20 Prozent aller osteuropäischen LKWs, die durch Deutschland fahren, eine AdBlue-Emulator-Box verwenden. Henrik Christensen, Senior Advisor bei Dinex merkt an: „Der Emulator interagiert mit dem Motorsteuergerät (ECU) eines Fahrzeugs, sodass EURO-LKWs mit einem fehlerhaften SCRKatalysator laufen. Das heißt, sie werden zu EURO 3 verwandelt. Das Gerät deaktiviert das AdBlue-System und macht das integrierte OBDSystem glauben, dass das SCRSystem nach wie vor funktioniert. Des Weiteren verhindert es, dass das OBD einen Fehler meldet. Ein derartig manipulierter LKW oder Bus stößt infolgedessen wesentlich mehr Schadstoffe aus. Die durch die weit verbreitete Benutzung dieser Emulatoren verursachten Umweltschäden könnten den höchst publiken VW-Abgasskandal bei weitem in den Schatten stellen.“ Mit EURO 4 ausgestattete Kleintransporter können darüber hinaus so manipuliert werden, dass sie auch ohne Rußpartikelfilter laufen. Damit wird das Fahrzeug auf EURO 3 zurückgestuft.

Aufbereitete Filter funktionieren oft nicht korrekt
Wieder andere werden versuchen, den Austausch eines defekten Rußpartikelfilters durch das Reinigen von Substraten zu umgehen. Henrik Christensen merkt an: „Es kommt eine Reihe von Reinigungsverfahren zum Einsatz, wobei Lösungen wie Trockeneisstrahlen mit CO2, das Eintauchen des Teils in Schmiermittel und die Anwendung von Seife und Wasser verwendet werden. Das Problem dabei ist nur, dass die Funktionalität nie mehr die gleiche sein wird.“ Des Weiteren ist es in ganz Europa an der Tagesordnung, dass DPF-Reinigungszentren regenerierte EURO 4/5 Schalldämpfer anbieten. „Hier“, sagt Christensen, „wird das gebrauchte Originalteil oder ein zuverlässiger Aftermarket-Schalldämpfer eines Unternehmens wie Dinex aufgeschnitten und die SCR-Substrate werden durch unbekannte Substrate ersetzt und in anderen Fällen wie oben erläutert gereinigt.“
Dies führt bestenfalls zu unzuverlässigen Ergebnissen. Von Dinex durchgeführte Tests haben ergeben, dass die Nox-Reduktion bei einem regenerierten SCR-System erheblich schlechter sein können als dies bei einem neuen Originalteil oder einem Aftermarket-Teil hoher
Qualität der Fall wäre. Man geht davon aus dass das Entfernen von Substraten und eine ECU-Manipulation auf EURO 3 in Ländern am Rande Europas weit verbreitete Praktiken sind. Dinex schätzt, dass 80 Prozent aller LKWs in Russland und 50 Prozent aller LKWs in der Türkei ohne funktionierendes SCRSystem betrieben werden. Die von der Untersuchung in Deutschland zutage geförderten Punkte zeigen, dass das Problem auch in Europa weit verbreitet sein könnte. Wieviel Schwerlastfahrzeuge werden ohne funktionierendes SCR-System in deren Schalldämpfern betrieben? Keiner weiß es genau. Und dies sind die schlechten Nachrichten.

Hintergrundinformationen zu diesem Thema erhalten Sie im aktuellen Whitepaper von Dinex

Über Dinex
Das Geschäftskonzept der Dinex Gruppe ist die Entwicklung, Herstellung und Distribution kompletter Abgasanlagen und Emissionstechnologien für alle Nutzfahrzeuge und industrielle Maschinen mit Dieselmotoren.
Dinex liefert komplette, maßgefertigte Abgasanlagen – vom Turbo bis zum Endrohr – für LKWs, Busse, Kleintransporter und Industrielle Maschinen. Zusätzlich bietet Dinex eine Auswahl an Emissionstechnologieprodukten für diesen Anwendungsbereich an.
Die Kompetenzen von Dinex umfassen alle Prozesse der Entwicklung, Herstellung und Distribution. Die Entwicklung basiert auf Einbauraum-Anforderungen oder spezifischen Kundenzeichnungen. Dinex ist innerhalb des Originalausrüstungshersteller- (OEM), Originalteilzulieferer- (OES) und Aftermarkt-Segments tätig.
Dinex ist Europas führender Lieferant von Abgasanlagen und Emissionstechnologien für Nutzfahrzeuge sowie auch industrielle Maschinen. Außerdem ist er der einzige industrielle Produzent von Abgasanlagen mit einer eigenen Produktionsabteilung für Keramikprodukte.

Firmenkontakt
Dinex GmbH
Oliver Gravemann
Gewerbestraße 3-5
36148 Kalbach
+49 180 225 1125
abu@dinex.de
http://www.dinex.de

Pressekontakt
Dr. Frauke Weber Kommunikation
Dr. Frauke Weber
Finkenweg 10
65582 Diez
06432/988613
info@dr-weber-kommunikation.de
http://www.oeffentlichkeitsarbeit.biz

Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.