Abgaswärmetauscher für den alltäglichen Gebrauch

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CC0 pixabay geralt

Durch steigende Energiekosten werden Energie- und Kosteneinsparungen für private Haushalte und Industrieanlagen immer wichtiger. Dabei spielt die Ausnutzung des gesamten Wärmepotentials der Abluft eine wichtige Rolle und bieten ein großes Potenzial, um den eigenen Energieverbrauch zu reduzieren und Kosten erheblich zu senken.

Um den eigenen Energiebedarf zu reduzieren, sehen sich viele Unternehmen und Haushalte dazu gezwungen, die gesamte Heizanlage zu erneuern. Doch der Einbau eines Abgaswärmetauschers (AWT) kann dies vorbeugen. Abwärme aus Abgasen, die durch den Verbrauch von Erdöl, Erdgase, Holz oder anderen Heizstoffen entsteht, kann durch einen AWT in die Heizzirkulation zurückgeführt werden.

Der Energieverlust durch Dämpfe, Abgase oder anderer Prozesswärme liegt zwischen 15 und 20 %. Doch durch einen AWT können Ressourcen geschont, die CO₂ Bilanz gesenkt und bis zu 80 % der thermischen Energie, die ungenutzt verloren gehen würde, wiederverwendet werden. Ein Abgaswärmetauscher lohnt sich daher überall, wo Wärme als Ausstoßprodukt freigesetzt wird.

Wie funktioniert ein Abgaswärmetauscher?

Das Prinzip der Wärmerückgewinnung ist relativ einfach. Üblicherweise besteht ein Abgaswärmetauscher aus Edelstahl und wird zwischen Heizkessel und Schornsteinabzug montiert. Die Installation eines AWT beansprucht daher kaum Zeit und ist kostengünstig auf bereits bestehende Anlagen zu implementieren. Abgaswärme, die bis zu 1200°C betragen kann, wir auf etwa 30°C bis 60°C abgekühlt. Der AWT nutzt dabei die Wärmeleitfähigkeit von Metall, wobei das erhitzte Metall als Energietauschpartner die Wärme des heißen Abgases auf das Wasser überträgt. Abgaswärmetauscher können daher gasförmige Wärmeenergie verflüssigen, einige Schadstoffe aus dem Abgas herausfiltern und Schadstofffiltersysteme schonen. Das entstandene Kondenswasser kann einfach als Abwasser abgeleitet werden.

Warum lohnt sich ein Abgaswärmetauscher?

Das „recyclen“ von Abgasen bietet viele Vorteile. Ein Abgaswärmetauscher hilft in kürzester Zeit durch Wärmerückgewinnung, Kosten durch Energieeinsparungen zu senken, Ressourcen zu schonen und die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprozesses zu steigern. Zudem werden die Schadstoffemissionen von Unternehmen reduziert. Die im Wärmeprozess entstehenden Flüssigkeiten müssen nicht mehr nachträglich gereinigt werden. Heizkessel, Verrohrungen und Schornsteine können durch Abgaswärmetauscher drastisch verkleinert oder sogar ganz ersetzt werden. Zudem wird der Kesselwirkungsgrad erhöht und der Brennstoffverbrauch wird reduziert, wobei der gesamte Wirkungsgrad des Heizsystems um bis zu 16 % gesteigert werden kann. Ein AWT kann vielseitig eingesetzt werden. Unter anderem in industriellen Anlagen oder privaten Haushalten mit Öl- oder Gaskesseln. Zusammenfassend lässt sich sagen, das Unternehmen, private Haushalte und die Umwelt von einer effizienten Wärmerückgewinnung durch einen Abgaswärmetauscher profitieren.

Für wen ist ein Abgaswärmetauscher geeignet?

Der Abgaswärmetauscher ist für was jedes Brennstoffmittel geeignet. Dabei ist für ein AWT-System nur wichtig, zwischen welchen Stoffen ein Austausch stattfindet. Zum Beispiel Luft-Luft, Luft-Wasser oder Wasser und Öl. Die Stoffe werden beim Wärmerückgewinnungsprozess nicht vermischt, jedoch hängt von ihnen die Effizienz der Wärmeübertragung ab. Zudem ist der Einbau eines Abgaswärmetauschers baugenehmigungspflichtig. Die Vorgaben des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) sind bindend und Anlagen müssen vom DIBt geprüft und zugelassen werden. Trotz anfänglicher Anschaffungskosten rentiert sich ein AWT schon in kürzester Zeit. Insbesondere für Industrieanlagen rentiert sich ein Einbau des AWT durch Einsparungen von Abgasemissionen. Viele Unternehmen haben bereits Abgaswärmetauscher implementierte. Besonders die Lebensmittel-, Metall- und Kunststoffindustrie verwenden AWT immer häufiger. Private Haushalte profitieren insbesondere im Winter von einer Wärmerückgewinnung bei steigenden Wärmekosten.