Anwohner wehren sich gegen Straßenumbenennung im Afrikanischen Viertel

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Afrikanisches Viertel im Umbennenungswahn (Bild: shutterstock.com/Von africa924)

Berlin – Damit das Afrikanische Viertel in Wedding noch authentischer daherkommt, will der grün-rot-regierte Bezirk in Berlin Straßennamen und Plätze, die nach bösen, deutschen Kolonialisten benannt sind, mit neuen Namen ausstatten. Jedoch wehren sich immer mehr Anwohner gegen den linkspolitisch initiierten Umbenennungswahn. 

Gleich drei Straßen, die nach angeblichen Kolonialisten benannt sind, sollen neu betitelt werden. Mehr als 200 Gewerbetreibende aus dem Kiez haben jetzt einen Sammelwiderspruch gegen die neuen Straßennamen beim Bezirksamt Berlin-Mitte eingereicht.

„Sehr viele Menschen im Kiez sind mit dem Beschluss und dem Vorgehen der Politiker nicht einverstanden“, so die Initiatoren. Neben der Sammelklage liege dem Bezirksamt acht Einzelklagen vor, die nun geprüft werden, berichtet derTagesspiegel. Betroffene machen geltend, dass die Umbenennung sie neben viel Zeit auch viel  Geld kosten werde. Zudem werde Geschichte nicht dadurch besser gemacht, indem man Straßennamen ändere, heißt es in dem Schreiben weiter.

Straßennamen diskriminieren Afrikaner

Bundesweit sind links-grüne Akteure seit geraumer Zeit bestrebt, Strassen und Plätze, die missliebige Namenspatrone haben, umzubenennen. Sie werden von den mehrheitlich linksdrehenden Kritikern als „Relikte aus der Zeit des Imperialismus und Kolonialismus“ gebrandmarkt und als diskriminierend gegenüber den Afrikanern, die insbesondere nach Merkels initiierter Massenimmigration eine zunehmende Population im Viertel stellen, diskreditiert.

Das  Afrikanische Viertel wurde von Carl Hagenbeck vor dem ersten Weltkrieg geplant. Dort, ganz ähnlich zum Hamburger Tierpark, entstand eine Anlage, die Tiere und Menschen aus den damaligen, deutschen Kolonien repräsentieren sollten. Fast ein Jahrhundert später finden sich im betreffenden Viertel neben Straßennamen, die nach afrikanischen Staaten benannt sind, auch solche, die die Namen von „Akteuren des Kolonialismus“ tragen, wie die Lüderitzstraße, die Petersallee und der Nachtigalplatz.

Hauptsache nicht deutsch und möglichst schwarz!

Im April 2018 hatte die Bezirksverordnetenversammlung Mitte nach langem Hin und Her neue Straßennamen für das Afrikanische Viertel beschlossen. Vorher waren 196 Vorschläge, die  aus der „Bevölkerung“ stammen,  beratschlagt worden. Aus diesen suchte sich eine Jury unter der Leitung von Bertrand Njoume (Grüne)  und seiner Genossin, Stadträtin Sabine Weißler, neue Namenspaten aus.

  • Die Lüderitzstraße wird nach dem Willen der Bezirksverordnetenversammlung zur Cornelius-Fredericks-Straße. Der Kaufmann Adolf Lüderitz, nach dem die namibischen Bucht benannt ist und diesem Landabschnitte einen wirtschaftlichen Aufschwung bescherte, wird durch Cornelius Fredericks ersetzt, der den Widerstandskrieg der Nama im damaligen Deutsch-Südwestafrika, dem heutige Namibia, anführte.
  • Der Nachtigalplatz – benannt nach dem islamverliebten Afrikaforscher Gustav Nachtigal – soll Manga-Bell-Platz heißen. Rudolf Douala Manga Bell (1873-1914) und seine Frau Emily setzten sich nach anfänglicher Kooperation mit deutschen Kolonialautoritäten gegen deren Landenteignungspolitik zur Wehr. Er wurde hingerichtet. Damit soll statt der Kolonialherren des Widerstands der afrikanischen Bevölkerung gegen den Kolonialismus gedacht werden, so das linke Ansinnen.
  • Die Petersallee soll zwischen der Müllerstraße und dem Nachtigalplatz in Anna-Mungunda-Allee umbenannt werden. Anna Mungunda (1932-1959) war Herero und gilt als erste Frau in Namibia, welche die Unabhängigkeitsbewegung unterstützte.
  • Zwischen Nachtigalplatz und Windhuker Straße soll die Petersallee fortan Maji-Maji-Allee heißen. Mit dem Namen Maji-Maji soll an den größten Befreiungskampf der deutschen Kolonialzeit, 1905-1907 in „Deutsch-Ostafrika“, erinnert werden. Der Name leitet sich vom Schlachtruf ab, den die einheimische Bevölkerung gegen die „deutsche Zwangsherrschaft“ benutzte. Das Wort Maji steht für einen Wasserzauber.

Frei nach dem Motto: „Egal! Hauptsache nicht deutsch und möglichst schwarz!“ wählte die Umbennenungsjury unter den Vorschläge auch Nzinga von Matamba, die einen der bösen Kolonialisten auf einem deutschen Straßennamensschild verdrängen soll, aus. Die schwarze Dame war jedoch weniger um das Wohl ihres afrikanischen Volkes besorgt. Njinga füllte sich ihre afrikanische Königskasse vor allem mit Einkünften aus dem Sklavenhandel mit Europäern. (SB)

@jouwatch

Quelle!: #zaronews