Größtes Massenaussterben könnte sich wiederholen

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Ein katastrophaler Temperaturanstieg vor rund 250 Millionen Jahren löschte fast das gesamte Leben auf der Erde aus. Wissenschaftler warnen, dass sich das in naher Zukunft wieder- holen könnte.

Ein internationales Wissenschaftlerteam aus Kanada, Italien, Deutschland und den USA hat das weltweit schlimmste Massen-aussterben der Erdgeschichte vor rund 250 Millionen Jahren untersucht und warnt, dass der aktuelle Klimawandel zu einer fortschreitenden globalen Erwärmung und zu einer Wieder-holung der Bedingungen führen könnte, die damals letztendlich dafür verantwortlich waren, das über 95 Prozent aller Meeres-bewohner und 70 Prozent aller Landlebewesen auf der Erde ausgelöscht wurden.

Damals vor 250 Millionen Jahren stießen starke Vulkanaus-brüche große Mengen an Kohlendioxid in die Atmosphäre aus, die für einen Anstieg der Temperaturen sorgten. Das brachte den Permafrost zum Abschmelzen und setzte riesige Mengen an Methangas frei, das wiederrum die globalen Temperaturen noch weiter erhöhte. Die durchschnittliche Temperatur auf unserem Planeten stieg so auf gewaltige 29 Grad Celsius an – fast doppelt so hoch wie heute. Das war das Todesurteil für fast alle Pflanzen- und Tierarten, die vor rund 250 Millionen Jahren an der Grenze vom Perm zur Trias von der Bildfläche verschwanden

Diese größte erdgeschichtliche Katastrophe könnte sich jedoch in naher Zukunft wiederholen, wenn durch die Erderwärmung wieder riesige Mengen an Methanhydrat freigesetzt werden, die aktuell noch im Permafrost schlummern. „Die globale Erwärmung, die durch die massive Freisetzung von Kohlendioxid ausgelöst wird, kann katastrophal sein, doch die Freisetzung von Methanhydrat [der gefrorene Zustand von Methan] kann apokalyptisch sein. Das Ende des Perms enthält eine wichtige Lehre für die Menschheit in Bezug auf die heutigen Problemen mit den Treibhausgasemissio- nen, der globale Erwärmung und dem Klimawandel, denen wir uns konfrontiert sehen“, wird das Forscherteam im Independent zitiert.

© Fernando Calvo, Foto: Johan Christian Dahl

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