Stuttgart – Den Spruch „Quod licet Iovi, non licet bovi“ (was dem Jupiter erlaubt, ist dem Ochsen verboten) mussten nicht nur Generationen von Lateinschülern auswendig lernen, er gilt auch heute noch bei vielen Politikern als Richtschnur sich selbstherrlich über bestehende Gesetze und Bestimmungen hinwegzusetzen. Eine von ihnen ist scheinbar die Stuttgarter CDU-Stadträtin Iris Ripsam. Sie nimmt nach Aussage derStuttgarter Zeitung „jeden Parkplatz, den sie kriegen kann“. Dass sie regelmäßig auf einem Behindertenparkplatz im Schwabenzentrum parkt, rechtfertigt sie mit der Begründung, dass der Platz für „echte Behinderte unbrauchbar“ sei.
Die Stadt, zu deren Führungsriege Ripsam gehört, geht mit Parksündern, die Behindertenparkplätze benutzen, nicht zimperlich um. 7383 Verstöße dieser Art hat das Ordnungsamt laut Zeitungsangaben bis kurz vor Weihnachten 2018 registriert und mit einem Bußgeld von 35 Euro bedacht.
Dass ein Passant, die ehemalige 59-jährige Bundestagsabgeordnete nach ihrem Fauxpas im Schwabenzentrum zur Rede stellte und damit den Stein ins Rollen brachte liegt auf der Hand. Nassforsch erklärte sie dem „Untertanen“, dass sie hier öfter parke. Ein Knöllchen bekommen habe sie noch nie. Wo kein Kläger, ist kein Richter. Den spielt sie lieber selbst.
Sauer aufstoßen dürfte vielen Stuttgartern weiterhin, dass sie ihre eigenen selbst geschaffenen Privilegien wie eine Löwin verteidigt, aber andere gerne maßregelt. Zum Beispiel Männer, die auf Frauenparkplätzen parken! Laut Stuttgarter Nachrichten hält sie scheinbar sogar die Sonderregelung für einen behinderten Kollegen für umstritten. So schreibt die Zeitung:
Dass ihr querschnittsgelähmter CDU-Kollege Philipp Hill sein Auto per Sondergenehmigung im Innenhof des Rathauses parken darf, zeigt aus ihrer Sicht allerdings, „dass etwas nicht in Ordnung“ sei: „Wir Stadträte haben keine namentlich für uns reservierten Parkplätze.“
Nach solchen Sätzen muss man erst mal schlucken und mancher Stuttgarter dürfte sich fragen, ob mit der der Stadträtin nicht alles in Ordnung ist. (KL)
@jouwatch
Quelle!: #zaronews



