Ein afrikanischstämmiger Soldat verklagt das britische Militär auf mehr als 150.000 Euro. Er habe während einer Übung im britischen Winter extrem gefroren und das Militär habe ihn nicht mit der entsprechenden Kleidung versorgt, so sein Vorwurf.
Obwohl allgemein bekannt sei, dass Menschen aus der Karibik und Afrika anfälliger für Kälteverletzungen seien, habe die Armee ihn im März 2016 18 Stunden lang ohne besondere Schutzkleidung dem eisigen Wind ausgesetzt, behauptet der aus Ghana stammende Michael Asiamah. Als Entschädigung für sein Frieren will er nun umgerechnet mehr als 165.000 Euro (150.000 Pfund) vom britischen Staat.
Wegen der Kälte habe er unter Taubheit und Schmerzen gelitten, so der 36-Jährige, der bis Oktober 2016 der Armee diente und nun eine evangelikale Kirche im britischen Südwesten leitet.
Seine Vorgesetzten hätten ihn nicht vorgewarnt und so habe er zu der Übung im Winter keine extra Socken, Handschuhe und Stiefel mitgenommen, erklärte Michael Asiamah laut MailOnline nun dem zuständigen Gericht. Als er sie über seine Kälteempfindlichkeit informiert habe, hätten sie ihm befohlen weiter zu machen und ihm keine Extra-Kleidung beschafft.
Als Folge seines „Frosteinsatzes“ laufe er nun Gefahr seine Symptome zu verschlimmern, wenn er bei Temperaturen unter 15 Grad Celsius das Haus verlasse, schildert Asiamah sein nun erheblich eingeschränktes Leben.
Die verantwortlichen Offiziere wollen ein gegen sie ausfallendes Urteil anfechten. Sie hätten Michael Asiamah damals die benötigten Kleidungsstücke ausgehändigt, gaben sie zu Protokoll. (MS)
@jouwatch
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