Bremen – Die Aufregung ist maximal. Bremens grüne Bürgermeisterin Karoline Linnert wurde die Teilnahme am traditionsreichen Eiswettfest, an dem nur Männer teilnehmen, verwehrt. Auf das hysterische Geschrei hin teilte der Herrenclub mit, trotzdem bei dem „Gendergaga“ nicht mitmachen zu wollen.
Alljährlich findet am 6. Januar die Bremer Eiswette statt: Bei dem traditionsreichen Brauch, wird geprüft, ob die Weser fließt oder zugefroren ist. Ausgetragen wird die Wette unter den so genannten Eiswett-Genossen. Die Wettsieger dürfen sich traditionsgemäß über ein gemeinschaftliches Kohlessen freuen, das die Verlierer im Rahmen eines Stiftungsfestes am dritten Samstag des Januars für eine große Gesellschaft ausrichten müssen. Die bei dem Fest erzielten Spenden gehen an die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.
An dem Eiswettfest sollte dieses Jahr Bremens SPD-Bürgermeister Carsten Sieling teilnehmen. Weil dieser jedoch Symbolpolitik betreiben musste und bei der Trauerfeier für den bei einem Attentat getöteten Danziger Bürgermeister Pawel Adamowicz teilnahm, wollte ihn seine grüne Vertretung, die Bremer Bürgermeisterin Karoline Linnert, vertreten. Blöd nur: Der Traditionsverein lädt nur Männer zur Teilnahme beim sogenannten Spendemal ein. Das ist Brauch seit 1828.
Weil Linnert aber ihren grünen weiblichen Schädel überall glaubt, reinstecken zu müssen, war die Empörung ob der Absage maximal. Wütend zwitscherte Linnert in die Welt:
Genosse Innensenator Ulrich Mäurer (SPD), der bereits über eine Einladung zum Eiswettfest verfügte, sagte hoch entrüstet seine Teilnahme ab.
Eiswett-Präsident Patrick Wendisch scheint sich jedoch weder von der sozialdemokratischen noch von der grünen Entrüstung beeindrucken zu lassen. Zur Nichteinladung der Grünen-Politikerin sagte er laut der Berliner-Zeitung: „Wir sind ein Herrenclub, machen diesen Gendergaga nicht mit. Selbst der Papst würde nicht eingeladen, wenn er eine Frau wäre.“ (SB)
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