Baden-Württemberg/Tübingen – Tübingens grüner OB Boris Palmer und der Spiegel-Journalist Hasnain Kazim – der Deutschen anempfahl, sich daran zu gewöhnen, dass Migranten hierzulande immer mehr werden und dieses Land für sich beanspruchen werden – haben medienwirksam ihre Facebook-Accounts getauscht. Nun fragt Palmer alias Kazim auf Facebook: „Bin ich ein Rassist?“
Boris Palmer, der seit Montag auf Facebook so tut, als sei er der Spiegel-Journalist Hasnain Kazim, fragt auf dessen Profil und dementsprechend in seinem Namen, ob er ein Rassist sei, wenn er dafür eintrete, dass „Kinder den Kopf frei haben“ – sich also gegen das muslimische Kopftuch bei Mädchen ausspricht. Wie die Frauenrechtsorganisation Terres des Femmes, die er schön brav verlinkt hat – ist Palmer alias Kazim dafür, dass eine „multikulturelle Gesellschaft“ nicht zulassen dürfe, dass „manche ihrer Mitglieder in religiösen oder geschlechtsspezifischen Parallelgesellschaften abgeschottet werden und keine Möglichkeit zur Teilhabe erhalten.“
Das Verbot des Kinderkopftuches, so wie es Terres des Femmes fordert, solle laut „Kazim“ auch diesen Kindern ein Recht auf Entscheidungsfreiheit garantieren. Laut dem 46-jährigen Grünen zeige die Debatte über das Kinderkopftuch, „dass Migrationsthemen nicht allein nach dem gängigen rechts-links- und gut-böse-Schema debattiert werden können“. Als intellektuell unredlich und politisch unzulässig bezeichnete Palmer den Versuch, das Kinderkopftuchverbot durch den Hinweis zu delegitimieren, dass diese Forderung auch Islamhassern und Ausländerfeinden leicht über die Lippen gehe.
Zudem ist sich der grüne OB sicher, dass es falsch verstandene Toleranz sei, wenn schon Grundschulkinder in Deutschland in dem Glauben erzogen würden, Allah verlange von ihnen, ein Kopftuch zu tragen. Die Erfahrung habe gelehrt, dass sich nur sehr wenige von solchem Aberglaube frei machen können, wenn er von Kindesbeinen eingeprägt werde. Palmer sieht in der Verschleierung von Mädchen ein modernes Phänomen des islamischen Fundamentalismus. Und dieser habe auch mit sexueller Gewalt in zu tun: „Durch die Verbindung von Verschleierung mit Keuschheit und Reinheit verlagert Verschleierung die Verantwortung für sexuelle Gewalt vom Täter auf das Opfer“, so Palmer.
Wie die Frage von Palmer alias Kazim beantwortet wird, ob er wegen seiner Kritik als „Rassist“ gebrandmarkt werde, wird von den Kazim-Facebook-Lesern mehrheitlich – und stellenweise langatmig – beantwortet: Ja, das ist Rassismus! Und wenn das nicht, dann zumindest ein „aufgebauschtes Problem“.
„Annegret Glaser Um es kurz zu machen, ja du bist ein Rassist.“
„Nav Hat Auch hier muss ich leider antworten: Ja, sind Sie. Allerdings stehe ich 100% hinter einem Kinderkopftuchverbot wie von Ihnen und TdF gefordert. Ihr Kommentar war auch bis zu dem Zeitpunkt nich rassistisch, bis Sie koopftuchtragenden Frauen vorwarfen, Konflikte in die Gesellschaft zu tragen, nur weil Sie sich entscheiden haben, ein Kopftuch zu tragen. Und Ihnen vorwerfen, sich dadurch Chancen zu verbauen finde ich ebenfalls abstrus. Wenn es Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres Kleidungsstils gibt, dann sind die Täter dran schuld und nicht die Opfer. Warum müssen Sie immer diese kleine Nebenprovokation einbauen in Ihre Kommentare? Sie erweisen damit einer guten Sache (Kinderkopftuchverbot) einen Bärendienst.“
„Souhaib Zammel Du sinkst immer tiefer..“
„Wenn Sie jetzt das Kopftuch für Kinder verbieten, ist das nicht auch ein (unzulässiger?) Eingriff in die Freiheit? Wie wollen Sie unterscheiden, ob ein Kind die Mode von Tante X nachmachen will und ihr diese Freiheit nehmen oder ob das Kopftuch von der Familie aus welchen Gründen auch immer erwartet wird?
Wäre es nicht besser, immer und überall dafür einzutreten, es auszusprechen, das auch Kinder ein Recht darauf haben, bestimmte Kleidung abzulehnen? Denn das gäbe doch am Ende die Freiheit der Entscheidung. Ein Verbot würde diese Freiheit einschränken. Mehr Öffentlichkeit für die Freiheit, keine Verbote.“
„Michael Henk Für einen Rechtspopulisten darf die Kopftuchdebatte natürlich nicht fehlen.“
„Maike Pfuderer Religionsfreiheit Artikel 4 des Grundgesetzes sind dir eben so egal wie der Schutz von Ehe und Familie Art. 6! Ja wenn du mich und 99% aller Grünen fragst, dann bist du ein Rassist, Boris Palmer!“
„Wolfgang Strack Ein Kopftuch ist ein religiöses Symbol. Und ist durch die Religionsfreiheit geschützt. Welche anderen religiösen Symbole wollen Sie noch verbieten? Die Kippa bei Jungs? Welche anderen geschlechtsspezifischen Parallelgeselschaften wollen Sie noch verbieten? Boy Scouts? Sind Sie sich sicher dass ihre eigenen Kinder so ganz ohne geistige Scheuklappen aufwachsen?“
„Andrea Mobini Und auch an der stelle ja Sie sind ein Rassist“
@jouwatch
Quelle!: #zaronews



