Die Deutsche Bahn freute sich am Dienstag, mitteilen zu dürfen, dass in der Rhein-Main-Region nun zehn „Geflüchtete“ im Rahmen der Nachwuchsgewinnung als Busfahrer gewonnen werden konnten. Auf Twitter beleidigt das halbstaatliche Unternehmen schon mal präventiv etwaige Kritiker.
„Ich freue mich, die neuen Kollegen in der ‚Bahnerfamilie‘ begrüßen zu können. Die Deutsche Bahn ist einer der größten Arbeitgeber und Ausbilder in Deutschland. Dabei hat auch das Engagement für Menschen, die Unterstützung bei der Integration in den Arbeitsmarkt brauchen, eine lange Tradition. Deshalb wollen wir Geflüchtete nachhaltig qualifizieren und für den Beruf des Busfahrers und die DB begeistern“, so Jörg Sandvoß, Vorstandsvorsitzender von DB Regio, am Dienstag in einer DB-Pressemitteilung über die Einstellung von zehn „Geflüchteten“ und dem breiten DB-Angebot für die „Neuankömmlinge“.
„Mit Kommunikationstraining, Einführung in das deutsche Gesundheitssystem sowie Bewegungs- und Ernährungsworkshops wird die Teamzugehörigkeit genauso gefördert wie mit gemeinsamen Kochaktionen.“ Derlei Maßnahmen stärkten das Selbstbewußtsein der Teilnehmer und hülfen auch der Integration der Familienangehörigen.
Mutmaßlich um jegliche Gegenrede zur DB-Einstellungspolitik gleich im Keim zu ersticken, twitterte das Kompetenzteam der Deutschen Bahn AG:
Einige Kommentatoren können sich sowohl schwer mit der Einstellungspolitik der DB als auch mit deren schnippischen Aussage abfinden:
„Liebe Schrottbahn, wenn ihr Anfang eure Kunden zu beleidigen, wundert euch nicht, wenn die euch den Spiegel vor halten.“
„Liebe Fahrgäste, dieser Bus hält heute unplanmäßig auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz. Wir bitten alle Fahrgäste sich anzuschnallen.“
„Und wie könnt ihr sowas verantworten? Die Personen die ihr einstellt haben kein polizeiliches Führungszeugnis, ihr wisst nicht was diese Person angestellt hat in der Vergangenheit. Das ist verantwortungslos!“
„Schwer traumatisierten, im Regelfall schlecht gebildeten Menschen mit keinen bis gerade so nicht unzureichenden Deutschkenntnissen die Verantwortung über Hunderte von Fahrgästen geben. Was kann da schon schief gehen?


„Es gibt gute Gründe geflüchtete einzustellen, es gibt allerdings auch viele Gründe Wutbürger zu sein. Dass sich ein halb staatlicher Betrieb derartig politisch äußert und positioniert und damit die Spaltung der Gesellschaft dermaßen anheizt ist ein unfassbarer Skandal“
„Ihre Schubladen können Sie sich sparen. Von Fachkräftemangel zu schwafeln, bei unserer Unterbeschäftigung und den Löhnen ist Verarschung. Hoffentlich sprechen Ihre neuen Mindestlohnfahrer, mit denen Flixbus und Co. noch unterboten werden sollen, wenigstens fließend Deutsch.“
„Ich würde sagen, nach 7 Jahren ist es Zeit meine BC50 zu kündigen und doch wieder mit dem PKW zu fahren. Der Service wird eh immer schlechter. Fahrt doch selber mit euren Geflüchteten. Gute Reise!“
@jouwatch



