Mali – Von wegen Stabilität! In Mali scheinen die Islamisten mutiger zu werden. Es kam zu einem folgenschweren Angriff auf ein Feldlager, in dem auch Bundeswehrsoldaten stationiert sind.
Nachdem die Taliban in Afghanistan längst wieder alle Gebiete kontrollieren, die von den NATO-Soldaten (auch der Bundeswehr) mit Blut und vielen Gefallenen erobert wurden, geht es auch im nächsten Krisenherd wieder rund. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und der Bundestag erhöhten die Truppenanzahl auf knapp 1100 Soldaten. Ähnlich wie zu Beginn in Afghanistan, waren die Beteuerungen der Politik, dass es sich hier um einen reinen Stabilisierungseinsatz handle, umfangreich und ausgiebig. Ein heftiger Angriff auf den Truppenstützpunkt Gao, den wichtigsten des ganzen Landes für die internationalen Kräfte, zeigt wie verwundbar die Bundeswehr dort unten ist.
Wie die BILD berichtet, kam es letzte Nacht zu dem Angriff mit sogenannten „VBIEDS“, mit Sprengsätzen beladenen Fahrzeugen auf ein Feldlager von Bundeswehr und verbündeten Kräften. Auch Raketenwerfer und Maschinengewehre wurden auf Seiten der Dschihadisten eingesetzt, um „Camp Gao“ direkt anzugreifen. Zwei malische Soldaten und ein Angreifer wurden dabei getötet. Auf Seiten der deutschen Soldaten gab es keine Verletzten.
Eine solche Operation legt nahe, dass die Dschihadisten sich mehr zutrauen und insgesamt an Macht gewinnen. Mali könnte zum nächsten Soldaten- und Millionengrab der Bundeswehr werden, nachdem nun auch der ruhmlose Rückzug aus Afghanistan ansteht. Erst vor wenigen Tagen wurden drei UN-Soldaten von Korangläubigen getötet. Schon länger warnen Experten vor einer Intensivierung der Kämpfe in Mali, nachdem der IS im Nahen Osten viel seiner Macht eingebüßt hat. Man rechnet damit, dass sich IS-Kämpfer aus Syrien den malischen Dschihadisten anschließen werden. (CK)
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