Jean Claude Juncker hat eigentlich dem CSU-Mann Manfred Weber als Spitzenkandidaten der EVP für die Europawahl den Wahlkampf verhagelt, bevor der Wahlkampf überhaupt anfing. Warum soll Manfred Weber Wahlkampf führen, wenn Herr Juncker Entsorgungsüberlegungen zur amtierenden Bundeskanzlerin anstellt?
Frau Dr. Merkel sei für jedes europäische Amt vorstellbar. Das wird zwar in Deutschland und EU-Europa mehrheitlich anders gesehen, aber Manfred Weber muss der Schreck in alle Glieder gefahren sein. Dabei ist er überaus geschmeidig, wie seine Unterstützung von Merkels Komplettumbau Deutschlands ab September 2015 hinlänglich gezeigt hat. Ohnehin sind Beobachter der Ansicht, dass im Vergleich zu den Wahlkämpfern wie Weber und Timmermans für Leute wie Tusk und Barnier geradezu politische Titanen sind. Die Karten werden demnächst neu gemischt. Weber zieht nicht, wenn Merkel unter innerdeutschen Gesichtspunkten in Berlin die Kurve kratzen muss.
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