StartZARONEWS PresseAgentur„Schlimmer geht es nicht“: Adidas-Chef wirft Merkel Untätigkeit vor

„Schlimmer geht es nicht“: Adidas-Chef wirft Merkel Untätigkeit vor

Der CEO des deutschen Sportartikelherstellers Adidas AG, Kaspar Rorsted, hat gegenüber der Zeitung „Welt am Sonntag“ Versäumnisse der Regierung der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Digitalisierung scharf kritisiert.

„Der Standort Deutschland hat mehr Probleme, als viele wahrhaben wollen“, zitiert die Online-Ausgabe des Blattes den Adidas-Chef.

Demzufolge kündigt Angela Merkel bereits seit 2005 an, die Digitalisierung stehe ganz weit oben auf ihrer Agenda. „Aber es geschieht nichts. Sie wird diese Regierung verlassen ohne Erfolg in diesem Bereich“.

Über autonomes Fahren zum Beispiel müsse Deutschland nicht nachdenken, solange bei einer Autofahrt zwischen Nürnberg und München ständig die Telefonverbindung abreiße. Darüber hinaus seien die Behörden kaum digitalisiert, die Schulen ebenfalls nicht.

„Wir haben Überschüsse bei den Staatsfinanzen, aber unsere digitale Infrastruktur hat Defizite, wie es schlimmer nicht geht“, so der Konzernchef.

Seit der Bundeswirtschaftsminister, Peter Altmaier, seine „Nationale Industriestrategie 2030“ vorstellte, reißt die Kritik an den Plänen der Bundesregierung laut Medienberichten nicht ab. Vertreter von Gewerkschaften, Unternehmen und Verbänden befürchten demnach, dass Deutschland in Sachen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz so weit hinter China und die USA zurückfallen könnte, dass es den Wohlstand des Landes gefährde.

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