Großbritannien ist immer einen Schritt voraus in Sachen „bunte“ Gesellschaft. Dort bangt ein Arzt um seine berufliche Zukunft: Er hatte es gewagt, eine Muslima zu bitten, ihren Gesichtsschleier zu lüften, damit er sie besser verstehen konnte. Nun muss er sich wegen „Rassismus“ verantworten und befürchten, dass ihm die Approbation entzogen wird.
Doktor Keith Wolverson hatte die Muslima freundlich aufgefordert ihren Niqab vom Mund zu nehmen, weil er nicht verstehen konnte, was sie ihm über die Krankheitssymptome ihrer Tochter erzählte. „Ich fand es schwierig zu verstehen, was die Frau hinter ihrem Schleier sagte, und bat sie höflich, ihn zu entfernen, [da] ich hören musste, was mit ihrer Tochter nicht stimmte, damit ich die bestmögliche Behandlung anbieten konnte“, erklärte der Hausarzt, der seit 23 Jahren praktiziert. Alles schien soweit in Ordnung doch nur eine Stunde später erschien der wütende Ehemann und reichte beim Vorgesetzten eine förmliche Beschwerde gegen Wolverson ein.
Der muslimische Ehemann behauptete, seine Frau sei nach dem Vorfall in Tränen aufgelöst gewesen, sie fühle sich „rassistisch diskriminiert“, gab der Mann an. Er behauptet, der Arzt habe die Behandlung nicht fortsetzen wollen, wenn sie den Gesichtsschleier nicht ablege und habe ihre einen abwertenden Blick zugeworfen, als sie erklärte, die „Entblößung“ sei ihr wegen ihrer „religiösen Überzeugung“ unangenehm, berichtet metro.co.uk.
Die Beschwerde wurde nun offiziell beim General Medical Council (GMC) aufgenommen und kann im schlimmsten Fall zur Entlassung betroffener Ärzte führen.“Ich bin nicht rassistisch. Dies hat nichts mit Rasse, Religion oder Hautfarbe zu tun – es geht um eine klare Kommunikation,“ verteidigt sich der Arzt. In der Vergangenheit habe es nie Probleme gegeben, wenn er muslimische Patientinnen aufforderte, ihre Gesichtsbedeckungen zu entfernen. Wolverson fürchtet, durch den Beschwerdeprozess ruiniert zu werden.
Mohammed Shafiq von der Ramadhan-Stiftung forderte das GMC auf, Dr. Wolverson in einen Kurs zur „Sensibilisierung für Vielfalt“ zu schicken. Darüber hinausgehende Maßnahmen wären eine „Schande“. Es wäre „kriminell“, einen Arzt wegen des Problems zu verlieren, so Shafiq.
@jouwatch



