Bayern – Regina Schropp, stellvertretende Generalsekretärin und Kreisvorsitzende der Bayernpartei, will den grünen Habeck nicht in Bayern haben. Deshalb stellt Schropp den Antrag, den grünen Genossen nicht in den bayerischen Landkreis Weilheim-Schongau einreisen zu lassen. In der Vergangenheit waren Grünen-Politiker nicht mit Einreiseverhinderungen, aber mit der Vertreibung politisch Andersdenkender aus Städten erfolgreich.
Schropp stellt den Antrag an den Kreisausschuss, dass dieser beschließen möge: Die Einreise des Grünenpolitikers Robert Habeck am 24. Juni in den Landkreis Weilheim-Schongau wird untersagt“. Habeck habe sich „wiederholt bayernfeindlich geäußert“. So soll Habeck gesagt haben: Ihm ist ein Ägypter lieber als ein Bayer von der Alm“. Das rechtfertige ihrer Ansicht nach ein solches Einreiseverbot.

„Man muss mal ein Zeichen setzen“, sagt Schropp auf die Frage nach den Beweggründen für ihren Antrag. Nachdem sich in Peißenberg einige gegen den Auftritt Habecks ausgesprochen hätten, habe sie die Idee gehabt, es auf einem offiziellen Weg zu versuchen. „Nichts ist unmöglich“, sagt sie über die Erfolgsaussichten für ihre Idee laut dem Münchner Merkur.
Habecks Büro hält Schropps Antrag für einen Witz. Wie wenig witzig jedoch Habecks grüne Genossen und Genossinnen mit AfD-Politikern umgehen, deren Aufenthalt sie in einer Stadt nicht verhindert werden konnten, zeigte im Mai 2018 Daniela Cappelluti, Kreisgeschäftsführerin der Frankfurter Grünen. Cappelluti beschimpfte in widerwärtiger Weise AfD-Chef Alexander Gauland und seien Begleitung, als diese sich auf einem Spaziergang durch die Frankfurter Altstadt befanden. Wörtlich sagte Cappelluti in Richtung Gauland, festgehalten per Video:
„Sehr geehrter Herr Gauland, ich würde Sie bitten, die neue Altstadt Frankfurts zu verlassen. Die Eintracht Frankfurt bekommt heute ihren Pokal, wir haben den besten Präsidenten, wir haben eine super internationale Mannschaft. […] Sie können sich gerne die schöne Frankfurter Altstadt ein andermal angucken, muss aber auch nicht sein, aber nicht wenn wir heute unseren Pokal bekommen. Herr Gauland [im Hintergrund ruft ein Mitstreiter „Nazis raus, Nazis raus“], es wäre wirklich supernett, wenn Sie einfach versuchen, wieder Richtung Main zu gehen. [W[Wieder „Nazis raus, Nazis raus“-Rufe]s macht keine Freude, wenn sich der Herr Gauland heute die Altstadt anguckt.“
@jouwatch



