An einem möglichen Einsatz in Syrien könnten nach Angaben des Magazins „Der Spiegel“ rund 2500 Bundeswehr-Soldaten teilnehmen.
Die Militärplaner im Verteidigungsministerium haben demnach grob errechnet, was ihre Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer den EU-Partnern anbieten könnte, sollte ihr Syrien-Vorstoß in Erfüllung gehen.
Wie „Der Spiegel” am Freitag berichtete, wird dabei von einem Szenario ausgegangen, nach dem die vorgeschlagene internationale Schutzzone in Sektoren von ungefähr 40 Kilometern Breite und 30 Kilometern Tiefe aufgeteilt würde.
Deutschland könnte in einem dieser Streifen eine internationale Truppe als „Rahmennation” anführen und zudem selbst drei robuste Kampfbataillone dafür stellen, heißt es in dem Bericht.
Die Militärplaner würden demzufolge ein „komplettes Paket“ bereitstellen: Aufklärer, Spezialeinheiten, „Boxer“-Radpanzer, schwere Bewaffnung, Panzerhaubitzen, Pioniere, Minenräumer.
Die Bundeswehr traut sich außerdem die Luftunterstützung mit „Tornado“-Kampfflugzeugen sowie einer bewaffneten Komponente mit „Eurofightern” zu. Bei Hubschraubern und der Sanitätsversorgung wäre sie dennoch von Hilfe abhängig.
Die Bundeswehr zog bisher meist auf unbegrenzte Zeit in einen Einsatz. Mit Blick auf Syrien schlagen die Militärplaner vor, das Beispiel der Niederländer als Vorbild zu nehmen, also den Einsatz von vornherein auf zwei Jahre zu beschränken. Danach müssten andere Nationen einspringen. Allerdings könne die Bundeswehr einen Einsatz solange durchhalten, ohne ihre bisher geltenden Verpflichtungen zu vernachlässigen, schreibt das Magazin unter Berufung auf das Ministerium.
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