StartPolitikEuropaSchweineköpfe an Moscheebaustelle in NRW entdeckt – Staatsschutz ermittelt

Schweineköpfe an Moscheebaustelle in NRW entdeckt – Staatsschutz ermittelt

Unbekannte haben eine Tüte mit zwei Schweineköpfen an einer Baustelle für eine Moschee im nordrhein-westfälischen Schwelm abgelegt. Dies berichtet das Presseportal.de am Mittwoch.

Am Dienstagabend, 17:40 Uhr, wurde die Polizei des Ennepe-Ruhr-Kreises zu einem Einsatz zu der Baustelle eines Moscheeneubaus in der Hattinger Straße in Schwelm gerufen.

Bauarbeiter hatten die Tüte bereits am Morgen gefunden, den Fund jedoch zunächst abgedeckt. Die Tüte enthielt laut Polizei auch eine Schweinepfote.

Der Staatsschutz der Hagener Polizei übernahm die Spurensicherung sowie die Ermittlungen. Die Kontrollen der Baustelle wurden verstärkt.

Provokationen mit Schweineköpfen

Dies ist nicht das erste Mal, dass vor Moscheen ein Ekel-Fund solcher Art entdeckt wird.

Ende Mai 2019 hatte die „Rheinische Post” berichtet, dass ein Mitarbeiter des Islamischen Kulturvereins einen Schweinekopf und daneben Beutel mit Blut auf einem Moschee-Gelände in Rheydt (Stadtteil im nordrhein-westfälischen Mönchengladbach) fand.

Im Mai 2017 hatten Unbekannte in Erfurt tote Schweinekadaver auf das Grundstück einer geplanten Moschee verteilt. Die muslimische Gemeinde verurteilte damals den Anschlag und die Stadt bezeichnete die Tat im Fastenmonat als „provozierend“.

Schweine im Islam

Laut dem Koran dürfen Muslime kein Schweinefleisch essen. Nur wiederkäuende Huftiere mit „gespaltenen Klauen“, also Paarhufer, seien zum Verzehr geeignet. Das Schwein ist zwar ein Paarhufer, aber kein Wiederkäuer. Es gilt im Islam als unreines Tier. Extremisten nutzen dies immer wieder für antimuslimische Übergriffe.

sm/gs

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