Angesichts der Ausbreitung der Coronavirus-Infektion werden in der Türkei 90.000 Gefängnisinsassen vorübergehend aus der Haft entlassen. Das Parlament hat für einen einschlägigen Gesetzesakt gestimmt.
Laut dem Gesetzesakt, der von der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) und der nationalistischen Partei der Nationalen Bewegung (MHP) eingebracht worden war, sollen Leichtverbrecher, die ihre Strafe in Siedlungskolonhien verbüßen, vorerst bis zum 31. Mai freikommen.
Diese Frist kann verlängert werden, wenn die Pandemie bis dahin nicht nachlassen sollte. In der Türkei sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO fast 57.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, rund 1200 Menschen sind gestorben.
Erstmals im Dezember 2019 in China entdeckt, hat sich das Coronavirus SARS-CoV-2 schnell über den Globus ausgebreitet und nach WHO-Angaben weltweit bereits knapp 1,8 Millionen Menschen angesteckt. Mehr als 112.000 Infizierte sind gestorben.
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