Nach Ansicht des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder werden die Grünen ihren eigenen moralischen Ansprüchen nicht gerecht.Ihm zufolge beginnt die „ständige moralische Besserwisserei“ der Partei die Menschen zu nerven. „Die Grünen laufen mit dermaßen hohen moralischen Bugwellen durchs Land und mit einer selbsternannten Attitüde moralischer Gerechtigkeit“, sagte der CSU-Chef am Samstag.
„Wer andere ständig belehrt, muss auch selber genau die gleichen Maßstäbe einhalten, und das können die Grünen nicht“, betonte Söder.Er erinnerte dabei an Baerbocks Lebenslauf.
„Wer ständig anderen Vorschriften macht, könnte wenigstens seinen eigenen Lebenslauf gut organisieren.“
Baerbocks Lebenslauf und ihr neues Buch waren in letzter Zeit auf massive Kritik gestoßen. Die Kanzlerkandidatin weist die Kritik zurück. Nach ihrer Ansicht sind seit ihrer Nominierung als Kanzlerkandidatin bewusst falsche Behauptungen über sie in die Welt gesetzt worden.
Grüne-Partei weiterhin stark
Nach Einschätzung von Baerbock steht ihre Partei „weiterhin an starker zweiter Stelle“, auch wenn sie in den Umfragen hinter der Union stehe. Sie nannte den Wahlkampf historisch, weil erstmals seit Konrad Adenauer keine amtierende Bundeskanzlerin antrete und erstmals eine grüne Kanzlerkandidatin. Ihr zufolge erwarte die Partei, dass der Wahlkampf heftig sein werde.



