CSU-Generalsekretär Markus Blume hat in einem Interview mit dem „Spiegel“ das Umfragetief der Union im Bundestagswahlkampf mit der Kanzlerkandidatur von Armin Laschet (CDU) in Verbindung gebracht.„Natürlich stünden wir mit Markus Söder besser da“, sagte er auf den Hinweis, dass die Union mit Söder als Kanzlerkandidat in den Umfragen klar vorne liegen würde. Blume verriet dem „Spiegel“ sogar den Slogan, der auf den CSU-Wahlplakaten gestanden hätte, falls Söder als Spitzenkandidat der Union anstehen würde, nämlich: „Bereit für Deutschland.“Jetzt gehe es aber nicht darum, „im Nachhinein Recht zu bekommen, sondern die Union zur stärksten Kraft zu machen“, hob Blume hervor. Dem ordnen wir alles unter“.Trotz der schlechten Ausgangslage mit Umfragen für die Union zwischen 20 und 25 Prozent gab sich Blume zuversichtlich, dass der Parteitag einen Trendwechsel herbeiführen könne. „Wir müssen jetzt den Kampfanzug anziehen, wie es Edmund Stoiber früher sagte, und zwar ungebügelt. Wir werden eine geschlossene CSU und einen entschlossenen Parteichef Markus Söder erleben“, äußerte er.
Zuvor hatte auch CSU-Chef Markus Söder verkündet, die CSU wolle mit ihrem Parteitag am Freitag und Samstag in Nürnberg „ein Stück“ die Trendwende einleiten. Aus seiner Sicht hat die Union ganz wenig Zeit, um einen Stimmungsumschwung zu erzielen: „Wenn es noch eine Chance gibt, den Trend zu brechen, dann an diesem Wochenende“, sagte er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.



