Etwa 5000 Menschen haben am Mittwochabend in München gegen Corona-Maßnahmen demonstriert. Das teilte die lokale Polizei mit. Früher war die Rede von etwa 3000 Teilnehmern.Zunächst wurde die angemeldete Versammlung abgesagt, aber später in Messenger-Gruppen zu sogenannten Spaziergängen aufgerufen. Um circa 17.40 Uhr wurde eine Kundgebung gegen die ursprünglich angemeldete Versammlung abgehalten, aber sie löste sich ohne besondere Vorkommnisse kurz nach 19.00 Uhr auf.Gegen 18.00 Uhr begann sich jedoch die Menschenmenge im Zentrum der Stadt anzusammeln. Die zentralen Teile der Stadt wurden durch die Polizei besetzt. Insgesamt nahmen rund 5000 Demonstranten an der Aktion teil, wie die Polizei einschätzte. Letzte vereinzelte Gruppen konnten, den Angaben zufolge, gegen 21.30 Uhr im Innenstadtbereich festgestellt werden.Die Stimmung der Menschenmenge wurde von der Polizei als aggressiv wahrgenommen, die Teilnehmer sollen sich respektlos und beleidigend gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten verhalten haben.
Es kam außerdem zu Angriffen auf Polizeibedienstete sowie Widerstandshandlungen, sodass Pfefferspray und sogenannte Einsatzmehrzweckstöcke eingesetzt werden mussten. Bei den Ausschreitungen soll laut der Nachrichtenagentur DPA ein Medienvertreter angegriffen worden sein, der mutmaßliche Täter wurde gefasst.
Elf Personen wurden vorläufig festgenommen, circa 500 Polizeikräfte waren im Einsatz.



