Die polnischen Grenzschutzbeamten werden laut der Behördensprecherin Anna Michalska nicht zögern, notfalls auch Waffen gegen die Migranten im weißrussischen Grenzgebiet einzusetzen. Darüber informiert die polnische Zeitung „Rzeczpospolita“ am Dienstag.„Wenn nötig, werden die Soldaten und Offiziere nicht zögern, Waffen einzusetzen. Das wollen wir vermeiden, weil auf der anderen Seite Zivilisten sind, aber wenn es nötig ist, werden wir nicht zögern“, sagte Oberleutnant Michalska.„Wir sind uniformierte Beamte und erfüllen unsere Aufgaben mit scharfer Munition“, so die Sprecherin.
Am Dienstag kam es in der Nähe von Kuźnica an der weißrussisch-polnischen Grenze zu Zusammenstößen zwischen Migranten, die über Polen in die EU einreisen wollen, und polnischen Grenzschützern. Laut Michalska bewarf eine Gruppe von etwa 100 Migranten die polnischen Polizeibeamten mit Steinen und Stöcken, woraufhin diese mit Tränengas, Blendgranaten und Wasserwerfern reagierten. Rund 2000 Geflüchtete hielten sich nach Einschätzung der Sprecherin im Bereich des Grenzübergangs auf der weißrussischen Seite auf.



