Nur noch weniger als ein Monat bleibt bis zur Bundestagswahl und damit der Wahl des neuen Kanzlers oder der neuen Kanzlerin. Derweil nutzt Angela Merkel die Gelegenheit, sich persönlich bei Regierungschefs anderer Länder für die Zusammenarbeit zu bedanken. Heute kam ihr österreichischer Amtskollege Sebastian Kurz zum Abschiedsbesuch nach Berlin.Nachdem die scheidende Bundeskanzlerin persönlich zu einem Abschiedsbesuch nach Russland, in die Ukraine und die USA gereist war, begab sich der österreichische Bundeskanzler, Sebastian Kurz, heute in die deutsche Hauptstadt.Im Mittelpunkt des Treffens stehen bilaterale und europapolitische Themen sowie die aktuelle Lage in Afghanistan, heißt es in der Pressemitteilung der Bundesregierung.Kanzler Kurz kam aber laut Medienberichten nicht mit leeren Händen zu Merkel – und will seiner deutschen Regierungskollegin, die bekannterweise eine Passion für klassische Musik hat, eine Dauer-Einladung für die Salzburger Festspiele, die auf Lebenszeit gilt, überreichen. Dazu kommt noch eine CD-Box zum 100-jährigen Festspiel-Jubiläum.
In einem kürzlich erschienenen Interview mit der österreichischen „Kronen Zeitung“ lobte Sebastian Kurz die langjährige Kanzlerschaft seiner Kollegin:„Im Rückblick würde ich sagen, dass Angela Merkel 16 Jahre lang Europa geprägt hat wie kaum jemand anderer. Ich habe die Zusammenarbeit mit ihr immer geschätzt. Wir haben in vielen Bereichen ähnlichen Zugang, wie zum Beispiel, dass es Dialog mit Russland braucht, die Unterstützung der Westbalkanstaaten, bei Klimaschutz, aber auch beim Thema der Notwendigkeit eines starken Wirtschaftsstandorts.“Ende Juli hatte die Bundeskanzlerin, die unter anderem als bekennende Anhängerin von Wagners Werk gilt, die Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth besucht. Sie war schon regelmäßig in Bayreuth zu Gast, diesmal war es aber ihr Abschiedsbesuch als Kanzlerin dort.



