In einem Gespräch mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Donnerstag hat der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, die vergleichsweise niedrigen Impfquoten im Ostdeutschland mit höherer Unterstützung für die AfD in Zusammenhang gebracht.„Es gibt zwischen der Zustimmung für die AfD und Impfablehnung einen klaren Zusammenhang. Er lässt sich nicht wegdiskutieren“, so der CDU-Politiker. Wanderwitz verglich die „aggressive“ Haltung der allermeisten AfD-Funktionäre gegen das Impfen und sämtliche Corona-Maßnahmen mit der des früheren US-Präsidenten Donald Trump. Der Ostbeauftragte gehe deshalb davon aus, „dass wir in Ostdeutschland im Herbst aufgrund der Delta-Variante eine Corona-Welle sehen werden, die das Gesundheitssystem erneut an seine Grenzen bringen wird“.
Früher hatte der Ostbeauftragte gesagt, mit den AfD-Wählern sei „was nicht in Ordnung“. Während der Vorstellung des Berichts zum Stand der deutschen Einheit im Juli meinte Wanderwitz, dass nichts das Protestwählen einer rechtsradikalen Partei wie der AfD rechtfertige, weil dadurch die Demokratie in Deutschland gefährdet werde.



