StartPolitikTorschlusspanik bei Immobilien beschert dem Staat Rekordeinnahmen durch Schenkungsteuer

Torschlusspanik bei Immobilien beschert dem Staat Rekordeinnahmen durch Schenkungsteuer

Essen – Roland Franz, Geschäftsführender Gesellschafter der Steuerberatungskanzlei Roland Franz & Partner in Essen und Velbert, weist darauf hin, dass das Statistische Bundesamt aktuell mitteilt, die Finanzverwaltungen in Deutschland haben im Jahr 2025 Erbschaft- und Schenkungsteuer in Höhe von 21,4 Milliarden Euro festgesetzt.

Die festgesetzte Erbschaft- und Schenkungsteuer stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 60,8 Prozent und erreichte einen neuen Höchstwert.

Ein Blick auf die Fieberkurve der amtlichen Statistik offenbart das wahre Ausmaß dieses staatlichen Geldsegens. Während die Gesamteinnahmen aus Erbschaften und Schenkungen zwischen 2009 und 2015 mit vier bis fünf Milliarden Euro eher moderat ausfielen, gleicht die grafische Entwicklung ab 2021 einer ungebremsten Rakete. Aus dem einst sanften Anstieg ist ein exponentieller Ausbruch nach oben geworden, der den Finanzämtern nun diesen Milliardenregen beschert.

Besonders drastisch zeigt sich diese absurde Dynamik bei der isolierten Betrachtung der Schenkungsteuer. Ein ganzes Jahrzehnt lang blieb diese Linie mit ein bis zwei Milliarden Euro am unteren Rand der Skala nahezu unverändert. Doch dann folgt der Bruch: Ab 2021 schießt die Kurve in einem fast senkrechten Winkel nach oben und erreicht zum Ende des Betrachtungszeitraums geschätzte acht Milliarden Euro.

„Was hier schwarz auf weiß auf dem Papier steht, ist schlichtweg die in Zahlen gegossene Torschlusspanik der Steuerzahler. Aus nackter Angst vor verschärften Bewertungsregeln für Immobilien haben in den vergangenen zwei Jahren unzählige Familien ihr Hab und Gut in hastigen Notar-Marathons vorzeitig an die nächste Generation überschrieben. Vater Staat hat bei dieser Fluchtbewegung kräftig mitkassiert“, erklärt Steuerberater Roland Franz. Auch die klassische Erbschaftsteuer vollzieht am Ende der Skala einen steilen Satz nach oben und durchbricht mühelos die Marke von 13 Milliarden Euro.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung v. 26.8.2026 (il)
Fundstelle: NWB – Verlag CAAAK-22633

Die Kanzlei Roland Franz & Partner in Essen und Velbert ist seit mehr als 40 Jahren die erste Adresse für kompetente Steuerberatung und mehr. Die rund 30 Mitarbeiter der Niederlassungen bieten individuelle, auf die jeweilige Situation angepasste Lösungen. Um für jeden Mandanten möglichst viele Synergieeffekte ausschöpfen zu können, arbeiten in der Kanzlei mehrere Spezialisten zusammen. So profitieren die Mandanten von der Qualifikation und Erfahrung vieler Experten. Denn bei vielschichtigen Problemen kann keine Teillösung, sondern nur eine ganzheitliche Beratung zum Erfolg führen.

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