StartPolitikEuropa120-Dezibel: Siegaue-Vergewaltiger hätte nie hier sein dürfen

120-Dezibel: Siegaue-Vergewaltiger hätte nie hier sein dürfen

Bonn – Am Sonntag waren die  120-Dezibel-Aktivistinnen in Bonn unterwegs um auf das Skandalurteil im Fall des aus Ghana stammenden Siegaue-Vergewaltigers hinzuweisen. Sie wollten  zeigen, dass sich auch dieser Fall in eine Kette von Verbrechen einreiht, die hätten verhindert werden können, wenn geltendes Recht beachtet und umgesetzt worden wäre.

Im April 2017 sorgte ein Vergewaltigungsfall für besonderes Entsetzen: Ein Ghanaer hatte ein Pärchen beim Campen attackiert und die Frau vergewaltigt. Das Opfer von damals ist bis heute schwer traumatisiert. Wie jouwatch berichtete, wurde die Strafe des Vergewaltigers durch das Bonner Landgericht  herabgesetzt. Im ersten Prozess hatte der aus Ghana stammende, abgelehnte Asylbewerber Eric X. eine Strafe von elfeinhalb Jahren bekommen. Auf Anordnung des Bundesgerichtshof hatte dann eine Überprüfung des Falls stattgefunden, denn das Landgericht sollte sich noch einmal mit der Frage beschäftigen, inwieweit der Täter vermindert schuldfähig sei. Am Freitag fiel dann das zweite Urteil: zehn Jahre Haft.

Am Sonntag waren 120-Dezibel-Aktivistinnen daher in Bonn unterwegs und machten klar: „Wir stellen uns entschieden gegen Täterschutz und fordern höhere Strafen für Vergewaltigungen. Ghana gilt als sicheres Herkunftsland – der Täter hätte daher nie hier sein dürfen. Der Fall reiht sich damit ein in eine Kette von Verbrechen, die hätten verhindert werden können, wenn geltendes Recht beachtet und umgesetzt worden wäre“.

120 dB ist ein Kollektiv von Frauen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, die nicht länger schweigen wollen, während die Fälle von sexueller Gewalt gegen Frauen stetig steigen. „Mit 120dB wollen wir eine überparteiliche Kampagne initiieren, die alle Erfahrungen von Frauen mit importierter Kriminalität einfangen und öffentlich machen will. Unsere Protagonisten zeigen zwar für die Initiative Gesicht, doch wollen wir bewusst nicht uns selbst in den Vordergrund stellen, sondern die Thematik rund um sexuelle Übergriffe auf uns Frauen“, so die Selbstdarstellung von 120 dB.

Mit Kampagnen wollen die Aktivistinnen anderen Frauen Mut machen, aufzustehen und aktiv zu werden gegen eine Tendenz, deren Opfer vor allem Frauen sind. Man wolle ein Sprachrohr für jene Frauen werden, die Opfer von Ausländerkriminalität geworden sind und bisher keine Plattform gefunden haben, um ihre Geschichten zu erzählen. „Wir wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, welche Folgen eine verfehlte Politik nach sich ziehen kann. Nicht zuletzt wollen wir die Sorgen und Ängsten derjenigen publik machen, die sich auf dem Weg von der Arbeit oder abends an der Bushaltestelle nicht mehr sicher fühlen“.(SB)

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