Dänemark – Wer beim Nachbarn Dänemark eingebürgert werden will, der muss dieses Geschenk des aufnehmenden Landes mit einem Handschlag besiegeln. Das neue Gesetz richtet sich unmissverständlich an Muslime und wird natürlich von der Gutmenschenfraktion kritisiert.
Das dänische Parlament verabschiedete am Donnerstag ein Gesetz, welches das Händeschütteln in Zukunft zum festen Bestandteil der Einbürgerungszeremonie machen soll und ab dem 1. Januar in Kraft tritt. Bislang gilt: Um dänischer Staatsbürger zu werden, muss sich ein Einwanderer mindetens neun Jahre legal im Land aufgehalten haben, einen Sprachtest bestehen, darf keine schweren Straftaten begangen haben, muss finanziell unabhängig sein und eine Prüfung über die dänische Politik, Geschichte und Gesellschaft bestehen. Will er Sozialleistungen erhalten, muss er den Antrag persönlich in der Landessprache abgeben. Nun kommt der Handschlag hinzu.
Durch diese Maßnahme soll der Integrationswille der Bewerber überprüft werden und sie richtet sich ganz explizit an die muslimischen Einbürgerungswilligen. Die Rechtgläubigen verweigern nämlich aufgrund ihrer Ideologie, das andere Geschlecht zu berühren.
Im Gesetzesvorschlag hieß es, dass der Handschlag ein Ausdruck der dänischen Kulturnorm ist. „Der Antragsteller bringt durch diesen symbolischen Akt den besonderen Respekt vor der dänischen Gesellschaft zum Ausdruck, der nach Ansicht der Regierung mit der Erteilung der dänischen Staatsbürgerschaft einhergehen sollte.“
Kritiker, darunter einige dänische Bürgermeister, zeigten sich verärgert, dass sie das „Prozedere“ durchführen müssen. Ihrer Ansicht nach handelt es sich um eine „rein symbolische Politik.“ Denn die Maßnahme sei für die Qualifikation eines Bewerbers irrelevant. Eine von den Islamverstehern als „soziale Gewohnheit“ titulierte Verweigerung würde „künstlich zu einem nationalen Wert erhoben werden“, berichtet die FAZ.
Martin Henriksen, Politker der Dänischen Volkspartei (DF), begrüßt den verpflichtenden Händedruck als Zeichen des Respekts. „Wenn Sie in Dänemark ankommen, ist es üblich, die Hände zur Begrüßung zu schütteln. Das nicht zu tun, ist das respektlos. Wenn man etwas so Einfaches und Unkompliziertes nicht machen kann, gibt es keinen Grund, dänischer Staatsbürger zu werden,“ so der islamkritische DF-Politker. Er hoffe, so die FAZ, dass darauf ein Verschleierungsverbot für muslimische Frauen bei Einbürgerungszeremonien folge. (SB)
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