StartZARONEWS PresseAgenturAngst in Ausländerbehörde: Permanenter Sicherheitsdienst und Schutzwesten

Angst in Ausländerbehörde: Permanenter Sicherheitsdienst und Schutzwesten

Bayern/Landsberg a. L. – Weil sich die Mitarbeiter der Landsberger Ausländerbehörde nicht mehr ihres Lebens sicher sind, werden nun „Maßnahmen“ ergriffen. In Zukunft ist ein Sicherheitsdienst vor Ort. CSU-Landrat Thomas Eichinger beklagt nun allen Ernstes einen „generellen Verlust an Respekt bei Bürgern“. Welche „Bürger“ da gemeint sind, ist schnell klar.

Die Vorfälle reichen laut der „Sachgebietsleiterin Integration Ausländer und Asyl“ von „heftigsten verbalen Entgleisungen und Bedrohungen der Mitarbeiter“ bis hin zu Asylsuchenden, die „versucht haben, mit einem Stein die Glasscherbe des Kundenschalters einzuwerfen“. Mehrfach wurden Hausverbote ausgesprochen und immer wieder musste die Polizei gerufen werden, so die Leiterin über das Verhalten von Menschen, die angeblich als „Schutzsuchende“ ins Land kommen und vollumfänglich vom deutschen Steuerzahler ausgehalten werden.

Die Aggressivität der Asylsuchenden habe grundsätzlich zugenommen, deswegen sei ein Sicherheitsdienst nun wichtig. Dieser soll nach Ansicht der Abteilungsleiterin die Mitarbeiter 15 Minuten vor Öffnung der Behörde  bis 30 Minuten nach Schließung Schutz gewähren. Zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes sollen künftig permanent in der Behörde präsent sein. Die Kosten dafür werden auf rund 96.000 Euro pro Jahr veranschlagt, berichtet dazu die Augsburger Allgemeine Zeitung (AZ).

Angst vor Messerstichen: Zu sechst mit Schutzwesten zum Außentermin

Bestehe der Verdacht, dass es bei Terminen im Außendienst zu „Problemen“ kommen könne, würden die Kollegen zu zweit oder teils auch zu sechst zum Termin fahren. Zudem werde die Polizei vorab informiert und den Mitarbeitern werde empfohlen, Schutzwesten zu tragen um sich beispielhaft vor Messerattacken zu schützen, teilt eine Abteilungsleiterin, zuständig für den Bereich  „Öffentliche Sicherheit und Ordnung“ mit. Darüberhinaus hätten die Beschäftigten der Ausländerbehörde Schulungen erhalten, um zu wissen, wie sie sich in kritischen Situationen erhalten sollen.

Landrat Thomas Eichinger (CSU) räumte ein, dass es „vielleicht besser gewesen wäre, wir hätten vergangenes Jahr schon reagiert“. Die Asylbehörde sei ein besonders kritischer Bereich, weswegen wichtig sei, „ein Signal zu setzen“, so CSU-Mann Eichinger, der als politischer Vertreter eine Mitverantwortung für die benannten Zustände trägt. Eichinger hat nun tatsächlich die Stirn und beklagt gegenüber der AZ einen „generellen Verlust an Respekt bei Bürgern“, den seine Mitarbeiter im Landratsamt zu spüren bekämen. (SB)

@jouwatch

Quelle!:

Empfohlene Artikel
- Advertisment - Beschreibung des Bildes