Im bayerischen Landkreis Miltenberg (Unterfranken) hat die Polizei laut einer Mitteilung vom Samstag gleich zwei illegale Friseurgeschäfte aufgedeckt.
Beamte gingen demzufolge am Freitag in Elsenfeld und Mömlingen zwei Hinweisen nach, laut denen Friseurleistungen im Keller zweier Privathäuser angeboten worden seien.
„In beiden Fällen konnten die Beamten Personen antreffen, die gerade frisiert wurden.“
Die beiden Friseure seien professionell ausgestattet gewesen, gab ein Sprecher der Polizei am Samstag bekannt.
In einem Keller in Elsenfeld warteten demnach zwei Personen auf ihre Haarschnitte. In Mömlingen hätten die Ermittler am Freitag einen Kunden im Keller ertappt.
Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz
Gegen die drei mutmaßlichen Kunden werde nun ermittelt, so die Polizei. Ihnen werde vorgeworfen, in Corona-Zeiten gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen zu haben.
Die Ermittler überprüfen laut dem Sprecher auch, ob die Friseure ein angemeldetes Gewerbe hätten und ob für die Leistungen Geld gezahlt worden sei.
Coronavirus
Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 11. März den Ausbruch des neuen Covid-19-Erregers als Pandemie eingestuft.
Weltweit wurden laut der Johns-Hopkins-Universität (JHU) bereits mehr als 2,8 Millionen Menschen in 185 Ländern mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Bisher wurden demnach 200.698 Todesopfer registriert.
Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Deutschland beträgt nach Angaben der Organisation 155.418. An der neuartigen Krankheit seien 5805 Patienten gestorben.
mo/mt/dpa



