StartZARONEWS PresseAgenturBerlins SPD-Innensenator Geisel im Bannkreis der Muslimbrüder

Berlins SPD-Innensenator Geisel im Bannkreis der Muslimbrüder

Berlin – Haben die Muslimbrüder den Berliner Innensenator Andreas Geisel (53) im wahrsten Sinne des Wortes als „politischen Geisel“ genommen? Trotz harscher Kritik der Union und der jüdischen Community beharrt der SPD-Politiker darauf, die Muslimbrüder bei der Wiedereingliederung von rückkehrenden IS-Kriegsverbrechern und ihrem Anhang mit einzubeziehen, obwohl die islamistische Organisation die Terrormiliz Hamas in Israel unterstützt und vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Leidet die SPD an einem kollektiven Stockholmsyndrom, oder haben, wie Cicero unlängst schrieb, islamische Seilschaften innerhalb der Partei einen mächtigen Einfluss gewonnen?      

Unverständnis für Geisels Plan, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben, kommt auch vom Berliner Tagesspiegel. „Innensenator Andreas Geisel (SPD) bewegt sich auf Glatteis. Für seinen Plan, die israelfeindlichen Muslimbrüder bei der Deradikalisierung von gewaltbereiten Salafisten einbeziehen zu wollen, gibt es viel Kritik.“ schreibt Frank Jansen und hebt hervor, dass sich die Muslimbrüder in Deutschland friedlich geben aber zur palästinensischen Terrororganisation Hamas gute Verbindungen haben. Die wiederum feuern Raketen auf Israel ab und verüben blutige Anschläge.

Scharfe Kritik kommt laut Tagesspiegel auch von der Berliner CDU: „Der Senator setzt sich dem Verdacht aus, sich in der Auseinandersetzung zwischen Israel und der Hamas auf die Seite der Hamas zu stellen“, sagte Burkhard Dregger, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, der Zeitung.

Unverständnis zeigt sich auch bei der jüdischen Community: „Was der Senator plant, ist für mich nicht verständlich“, sagte der Direktorin des Berliner Büros des American Jewish Committee, Deidre Berger und fügt hinzu: „Der Staat darf keine Kooperation anbahnen mit einer Organisation, die nicht klar zu demokratischen Werten steht.“ Ziemlich verhalten klingen dagegen die Worte des Zentralrates der Juden Dr. Josef Schuster: „Generell stehen wir der Muslimbruderschaft unter anderem wegen deren israelfeindlicher Einstellung kritisch gegenüber“. Dennoch falle es ihm wegen fehlender Detailkenntnis schwer, Geisels Vorhaben zu bewerten.

Berger dagegen erinnerte den Innensenator daran, dass „die Sicherheit Israels“ Teil der deutschen Staatsräson sei. Für den Direktor des Jewish Comitees ist es weiterhin unbegreiflich, warum der Senator mit Islamisten kooperieren wolle, „die von seinen eigenen Sicherheitsbehörden beobachtet werden“. Die Frage, warum dies trotz aller Warnungen angepeilt wird, kann sicherlich Sawsan Chebli, palästinensischstämmige SPD-Staatssekretärin für bürgerschaftliches Engagement und Internationales beantworten. So schließt sich der Kreis und öffnet gleichzeitig Einblicke in Abgründe, in die man besser nicht zu tief hineinschauen sollte. (KL)

@jouwatch

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