Wenn die Grünen etwas unerträglich finden, dann sind das Leute aus den eigenen Reihen, die von den vorgegebenen, menschenfeindlichen und umweltzerstörenden Doktrin abweichen. Darin erinnern sie stark an Religionsvertreter, die Abtrünnige und Zweifler ebenfalls verfolgen.
Boris Palmer weiß das und provoziert diese engstirnigen Fanatiker immer wieder bis zur Weißglut. Jüngster Skandal ist die mittlerweile berühmt gewordene „DB-Auswahl“, die Palmer kritisierte.
Jetzt wollen einige Grüne den renitenten Störer aus der Partei ausschließen. Doch da kann Palmer nur müde lächeln. „n-tv“ zitiert ihn mit folgenden Worten:
„Ich halte das für den Ausdruck einer antidemokratischen Debattenverweigerung. Ich vertrete die Werte dieser Partei gegen solche Meinungstyrannen und lasse mich dadurch in keiner Weise beeindrucken. Bei den Grünen gibt es Menschen, die Meinungsfreiheit nur ertragen, wenn es um die eigene Meinung gehe. Debatten kann man nicht dadurch entscheiden, dass man andere mundtot macht. Das Ansinnen von Berliner Grünen-Politikern ist absurd und lächerlich.
Das war natürlich nicht der erste Versuch, Palmer rauszuwerfen und ihm geht dieses Theater logischerweise mächtig auf den Zeiger: „Ich hab die Schnauze voll von sowas“, sagt er.
@jouwatch



