StartZARONEWS PresseAgenturCausa „Bundestagsvizepräsident“: Der Klügere gibt nach

Causa „Bundestagsvizepräsident“: Der Klügere gibt nach

Aller guten Dinge sind drei, und dabei sollte man es auch belassen. Nach zwei gescheiterten Anläufen wollte die AfD im Wochenrhythmus Kandidaten als Bundestagsvize zur Wahl stellen. Doch auch der Bundeswehroffizier Gerold Otten scheiterte, was natürlich abzusehen war.

Aber jetzt sollte auch Schluss sein mit diesem Affentheater. Die AfD hat bereits bei Albrecht Glaser bewiesen, dass sie von linken Anti-Demokraten im Bundestag umzingelt ist, durch die ständige Wiederholung wird das nicht besser, wird das auch nicht deutlicher. Im Gegenteil. Dieser Akt der parlamentarischen Selbstbeweihräucherung wird mit jedem neuen Anlauf langweiliger. Das Medienecho lässt nach, irgendwann landet die Meldung von einem weiteren Scheitern in der Satire-Ecke. Die Abstimmungs-Party wird zur Routine und hält nur den ohnehin fast stillstehenden Politikbetrieb nur auf.

Klar, aus der Sicht einer Kindergärtnerin ist diese Trotzreaktion verständlich, doch auch eine beleidigte Leberwurst, der man den Zugang zum Brotlaib verwehrt, fängt irgendwann einmal an zu riechen.

Was bewirkt dieses „Allein gegen Alle“? Genau: Trotz und noch mehr Trotz. Jede weitere Abstimmung wird in einem noch größeren Desaster enden, jeder weitere AfD Kandidat wird frustriert davon schleichen, oder sich verschaukelt fühlen und die ohnehin schon schwer genervten Wähler werden sich angewidert von diesem Affenzirkus abwenden und sich zu Recht fragen, warum er für diesen sowieso schon reichlich überbewerteten Bundestag 1 Milliarde Euro im Jahr hinblättern muss.

Die AfD sollte mit ihrer Show, bei der sich die Akteure nur selbst auf die Schulter klopfen, weil die Zuschauer lieber das Original von Games of Thrones anschauen möchten, so schnell wie möglich nach dem Motto „Der Klügere gibt nach“ beenden.

So dumm sind auch die AfD-Wähler nicht, als dass sie nicht schon beim zweiten gescheiterten Versuch kapiert hätten, dass dieser linksstaatliche Demokratie mit seinen selbstverliebten, bornierten Bundestagsabartigen eine Farce ist, die den Begriff „Demokratie“ im Sinne des Souveräns ad absurdum führt.

Also liebe AfD, jetzt ist Schluss mit lustig, geht wieder an die Arbeit.

@jouwatch

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