Im Vorfeld einer Nato-Videokonferenz hat Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) den Nato-Partnern weitere deutsche Hilfe im Kampf gegen die Corona-Pandemie zugesagt.
Deutschland stehe seinen „Freunden natürlich bei, solange die Kräfte dafür reichen“, sagte Kramp-Karrenbauer der „Rheinischen Post“ und dem Bonner „General-Anzeiger“ am Mittwoch.
„In dieser Situation sollte niemand für sich alleinstehen“, sagte Kramp-Karrenbauer.
Unter anderem hob die CDU-Politikerin auch bereits geleistete Hilfen der Bundeswehr etwa beim Transport schwerkranker Corona-Patienten aus Italien und Frankreich nach Deutschland hervor.
„Ob und in welchem Umfang wir weitere Unterstützung im Nato-Bündnis zur Verfügung stellen, wird von der jeweiligen Lage, den Wünschen unserer Partner und unseren eigenen Ressourcen abhängig sein“, sagte sie weiter.
Videokonferenz der Nato-Verteidigungsminister
Am Mittwochvormittag tagen die Nato-Verteidigungsminister per Videokonferenz zum gemeinsamen Vorgehen in der Corona-Krise. Unter anderem soll es sich um koordinierende Unterstützung des Militärbündnisses etwa beim Transport medizinischer Ausrüstung und von Corona-Patienten handeln.
Im Vorfeld der Konferenz hatte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg die Bündnisländer aufgefordert, nationale Vorräte an Medizinprodukten anzulegen und die heimische Produktion zu stärken, um auf künftige Krisen besser vorbereitet zu sein.
Coronavirus-Fälle
Bisher sind in 185 Ländern nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität 1,9 Millionen nachgewiesene Coronavirus-Fälle gemeldet worden. 126.753 Menschen sind an dem Erreger gestorben. In Deutschland wurden demnach 132.210 bestätigte Coronavirus-Fälle registriert, 3495 davon endeten tödlich.
ns/ae



