StartZARONEWS PresseAgenturDann mal los, Annegret! Lesben und Schwule wollen Entschuldigung von AKK

Dann mal los, Annegret! Lesben und Schwule wollen Entschuldigung von AKK

Mit Witzen ist es wie mit der Meinungsfreiheit. Wo die Grenzen sind, das bestimmen die neuen, „diversen“ Taktgeber. So fordert der Bundesverband der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) von der CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer eine Entschuldigung für ihren Karnevalswitz über Toiletten für intersexuelle Menschen.

„Das ist für die Männer, die noch nicht wissen, ob sie noch stehen dürfen beim Pinkeln oder schon sitzen müssen. Dafür, dazwischen, ist diese Toilette.“ So oder so ähnlich der AKK-Karnevals-Witz, der nun ein kleines Erdbeben ausgelöst zu haben scheint.

„Natürlich ist eine Entschuldigung fällig“, sagte der Verbandsvorsitzende des Bundesverbands der Lesben und Schwulen in der Union (LSU),Alexander Vogt, am Montag im Radioprogramm „SWR Aktuell“. „Das erwarten wir.“ Denn: Auch im Karneval gebe es Grenzen. Man macht ja auch über andere Minderheiten keine Witze mehr.“ Dass Kramp-Karrenbauer wohl nicht aus böser Absicht handelte, mache die Sache nicht besser. „Wenn das unüberlegt passiert, ist es ja auch ein Zeichen dafür, wie es landläufig verbreitet ist, dieses Denken.“

 „Annegret Kramp-Karrenbauer zeigt, welcher erzkonservative Wind jetzt wieder in der Union weht. Solche Äußerungen – auch an Karneval – sind absolut respektlos“, twitterte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil.

„Wieder so ein Tag zum Fremdschämen… Ist es so schwierig, eine humorvolle Narrenrede zu halten, ohne platt auf Minderheiten einzudreschen?“, twitterte der FDP-Bundestagsabgeordnete Jens Brandenburg, der Fraktionssprecher für die Anliegen von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen (LSBTI) ist.

Die ebenso Spaß befreiten Grünen halten natürlich eine Entschuldigung für angebracht. „Die Frage von Anti-Diskriminierung, von respektvollem Miteinander, gilt 365 Tage im Jahr, und auch zu Karneval“, so die ObergrüneAnnalena Baerbock.

Der rote Genosse von der SED-Nachgeburt, Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke,  sprach von einem „Trauerspiel“: „Die Vorsitzende der größten Bundestagspartei findet es lustig, auf Stammtischniveau am Karneval Menschen zu denunzieren, die nicht der geltenden Machonorm entsprechen. Ein Jammer.“

Auf dem Portal „queer.de“, dem Zentralorgan der Homo-Lobby, scheint AKK´s Witz gar eine Staatskrise ausgelöst zu haben. Eine Umfrage ergibt:

AKK löst Staatskrise aus (Bild: Screenshot queer.de)
AKK löst Staatskrise aus (Bild: Screenshot queer.de)

Wesentlich unverkrampfter da das Personal aus den Reihen der AfD. Beatrix von Storch twittert:

Von Storchs Fraktionskollege Martin Reichardt stellt auf Twitter fest:

Reihardt, ganz in Karnevalsstimmung zwitschert dann noch Gedicht hinterher:

@jouwatch

Quelle!:

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