StartWissenschaftBildungDeutscher Lehrerverband lehnt Gretas Klimastreik in der Schulzeit ab

Deutscher Lehrerverband lehnt Gretas Klimastreik in der Schulzeit ab

Kurz vor dem globalen Klimastreik stellt sich der Deutsche Realschullehrerverband gegen Demonstrationen während der Unterrichtszeit. Laut Verbandschef Jürgen Böhm dürfen solche Aktionen das Recht auf Bildung nicht aufweichen.

Es sei zwar wichtig, dass junge Menschen in der Schule lernten, „wie wir unsere natürlichen Lebensgrundlagen erhalten und aktiv schützen können“, erklärte Böhm am Donnerstag.

„Ein sogenannter Streik während der Unterrichtszeit gehört jedoch sicher nicht zu den geeigneten Maßnahmen.“

„Wie die jungen Menschen ihre Meinung im Hinblick auf Umwelt außerhalb der Unterrichtszeit zeigen, ist ihre persönliche Angelegenheit“, ergänzte Böhm. „Aber die Schulpflicht, besser das Recht auf Bildung, darf durch solche Aktionen nicht aufgeweicht werden.“

Die Bewegung Fridays for Future hat zu einer globalen Streikwoche für mehr Klimaschutz, die am Freitag beginnt, Proteste in mehr als 2600 Städten in mehr als 150 Staaten angekündigt. Die von der Schwedin Greta Thunberg angestoßene Protestbewegung wird von Schülern und Studenten getragen.

Zuvor hatte bereits die Lehrergewerkschaft VBE Fehlstunden zugunsten von Klima-Demos als Problem dargestellt – dabei jedoch vor allem die Politik kritisiert. Der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann hatte Politikern Anfang der Woche „Doppelzüngigkeit“ vorgeworfen, weil sie auf der einen Seite das Engagement der Schüler unterstützten, aber auf der anderen Seite den Schulen die Verantwortung aufbürdeten, zu entscheiden, wie und ob sie Verletzungen der klar gesetzlich geregelten Schulpflicht ahnden.

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