StartPolitikEuropaDeutschland gewinnt in Corona-Krise stark an Ansehen – DAAD

Deutschland gewinnt in Corona-Krise stark an Ansehen – DAAD

Der Wissenschaftsstandort Deutschland hat während der Corona-Krise nach Einschätzung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) „stark an Ansehen“ gewonnen. Das geht aus Rückmeldungen aus aller Welt hervor.

DAAD-Präsident Joybrato Mukherjee begründete dies gegenüber dpa damit, dass sich die Politik in Deutschland in der Krise nach wissenschaftlichen Erkenntnissen richte und die Bevölkerung größtenteils das wissenschaftsgeleitete Vorgehen akzeptiere.

„Die Corona-Ausbreitung konnte bislang durch die verantwortungsvolle Mitwirkung freier Bürgerinnen und Bürger signifikant verlangsamt werden,“ so Mukherjee.

Wenn das so weitergehe, stünden die Zeichen gut, dass das Zusammenspiel von Politik, Wissenschaft und Gesellschaft in Deutschland weltweit als Erfolgsmodell wahrgenommen werde.

Internationaler Wissenschaftsaustausch in Mitleidenschaft gezogen

Auch der internationale Wissenschaftsaustausch hat wegen der Corona-Krise gelitten: Mehr als 80 Prozent der deutschen DAAD-Stipendiaten seien mittlerweile aus ihren Gastländern zurückgekehrt. Das betreffe auch etwa die Hälfte aller Studenten, die mit dem europäischen Austauschprogramm Erasmus unterwegs waren, so Mukherjee.

„Auch uns in Deutschland, einer Wissensnation ohne nennenswerte Bodenschätze, muss es Sorgen machen, wenn wir die klügsten Köpfe derzeit nicht mehr ins Land holen können,“ erläuterte er.

Erstaunlich viel sei zwar auch virtuell möglich und die Krise werde der Digitalisierung der Internationalisierung einen gewaltigen Schub verleihen. Der DAAD rechne jedoch noch im kommenden Wintersemester mit einem „Corona-bedingten Ausnahmezustand im internationalen Austausch“.

ak/sb/dpa

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