StartZARONEWS PresseAgenturDie Spannung steigt: Zerreißt es die CDU?

Die Spannung steigt: Zerreißt es die CDU?

Mit größtem Unbehagen beobachtet der Realist den kometenhaften Aufstieg der utopiefixierten Grünen. Ausgleich findet er in der Freude am Untergang einer grottenhäßlich gewordenen SPD und der äußerst angespannten Lage in der CDU, inzwischen auch die „Abnickerpartei“ genannt. Tatsächlich aber probt in der CDU ein Häufchen Wackerer das Aufständchen. Sie nennen sich „Werteunion“ und hegen deutliche Sympathien für eine Wertepartei namens AfD.  Prompt wurden sie zum Opfer Kramp-Karrenbauerscher Scharfsichtigkeit. Die CDU-Vorsitzende macht die wackeren Wertunierten für die desaströsen Verluste bei der EU-Wahl verantwortlich. Die Scharfsicht wurde bekanntlich im Saarland erfunden. Die Medienkritik.

Daß die Wertunierten die Adresse der CDU-Parteizentrale in Berlin am liebsten von „Klingelhöferstraße“ in „Merkelmussweg“ umbenennen würden, ist ein offenes Geheimnis. Und daß sie Hans-Georg Maaßen, den geschassten Verfassungsschutz-Chef, gern als Innenminister hätten, ist überhaupt kein Geheimnis. Die ARD nennt die Werteunion einen rechtskonservativen Verein, der – o tempora, o mores –  die CDU inhaltlich zur AfD öffnen will. Ihr völlig antimerkelistisches Ziel sei es, die CDU in eine Partei für Konservative und Patrioten zurückzuverwandeln, anstatt sie weiterhin als Hort jedweder apolitischen Haltungslosigkeit zu bewahren.

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer sieht aber in der Werteunion einen der Hauptschuldigen für die herben Verluste der CDU bei der vergangenen EU-Wahl. Recht eigentlich hält sie es lediglich für vorteilhaft, so zu tun, als ob sie tatsächlich glaubte, es sei so. Damit wäre sie selbst samt der Kanzlerin nämlich als Verantwortliche schon einmal aus dem Schneider. Experten meinen, Frauen wollten eher etwas erreichen, als etwas zu beweisen. Deswegen vermutet Frau Kramp-Karrenbauer die Werteunion auch lediglich als Verlustursache. Bewiesen hat sie bisher nicht, daß stimmt, was sie scharfsichtig erkannt haben will. Gut möglich ist nämlich auch, daß die CDU nur deswegen nicht noch schlechter abgeschnitten hat, weil die Werteunion potentielle AfD-Wähler bei der Stange halten konnte.

Die ARD formuliert so: Vorreiter der Werte-Union provozieren bewusst und suchen geradezu die Nähe zur AfD. – „Je nun“, wie ein bekannter deutscher Chefredakteur gern zu schreiben pflegt: Die Provokation ist immer eine bewußte. Unbewußte Provokationen sind gänzlich unbekannt. Lateinisch „provocare“ – wecken, herausfordern, auffordern. Das alles passiert nicht aus Versehen. Übersetzung ARD: Die schlechten Menschen in der Werteunion wissen ganz genau, was sie da machen. Und das ist auch das Verwerfliche. Sie sind keine Dummerchen, denen aus Versehen ein Malheurchen passiert. Das sind … *psssst!* … „verkappte Rechtspopulisten“. Gottogottogott …

Gipfel der verwerflichen Dreistigkeit in der Werteunion: Der stellvertretende CDU-Landesvorsitzende in Mecklenburg-Vorpommern und Chef der Werte-Union im Bundesland sinniert in Zeitungen unverhohlen über Koalitionen mit der AfD. – „Unverhohlen“! Der Mann ist ein rechtspopulistischer Exhibitionist, der nicht weiß, wie man seinen rechtspopulistischen Zipfel im Hosenstall behält. Was für ein gräßliches Individuum. Tja, die ARD wiederum ist der Hort jedweder Hochanständigkeit, kein Zweifel. Dort erkennt man ein Scha-wein, wenn man eines sieht. Die ARD weiter: „Max Otte, bekannter Wirtschaftsexperte und CDU-Mitglied, bekannte 2017 öffentlich, die AfD wählen zu wollen.“ – Nein! Doch! Oooh! -Beruhigung, ARD: Bekenntnisse sind immer öffentlich, genau so, wie Provokationen immer bewußt sind. Unverhohlen bewußt öffentlich, sozusagen.  „Otte leitet sogar das Kuratorium der AfD-nahen Parteistiftung. Mit den bevorstehenden Landtagswahlen im Osten, wo die AfD stärkste Partei zu werden droht, steigt der Druck auf die Union.“ – Was es nicht alles für Unglaublichkeiten gibt im ARD-Kosmos. Sogar. Saaagenhaft.

Der ARD stünde ein Wertefunk übrigens auch ganz gut zu Gesicht, nebenbei bemerkt.

@jouwatch

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