Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat am Mittwoch drei Mitglieder des Islamischen Staates* im Gebiet Moskau verhaftet. Sie sollen für die Terrororganisation Rekruten in Moskau und im Gebiet Moskau angeworben haben.
Der Spezialeinsatz wurde in Zusammenarbeit mit dem föderalen Dienst für Finanzüberwachung, dem Innenministerium und der russischen Nationalgarde durchgeführt.
Nach Angaben des FSB haben die Festgenommenen seit 2014 neue Terrorkämpfer für den IS rekrutiert. Sie sollen unter anderem Routen organisiert haben, über die Rekruten nach Syrien zur Teilnahme am Krieg geschmuggelt wurden.
Bei der Festnahme der Verdächtigen seien gefälschte russische Banknoten und Pässe sowie elektronische Datenträger gefunden und beschlagnahmt worden, teilte der Inlandsgeheimdienst mit.
Die Ermittler haben ein Strafverfahren wegen terroristischer Aktivitäten eingeleitet.
IS-Zellen in Russland
Seit Jahresbeginn haben Mitarbeiter des russischen Innenministeriums und des Inlandsgeheimdienstes in 17 russischen Regionen IS-Terrorzellen ausfindig gemacht.
So wurde im Juli in der südrussischen Region Rostow die Tätigkeit einer IS-Zelle unterbunden. Ihr sollen drei Russen angehört haben, die laut Angaben einen Angriff auf Polizeimitarbeiter sowie Terroraktionen geplant hatten.
Unter anderem vereitelte der FSB im August Terroranschläge in Kabardino-Balkarien. Dort wurde ein Versteck mit zwei einsatzbereiten, selbstgebastelten Sprengsätzen mit einer hohen Explosionsskraft entdeckt. Anschließend nahmen die FSB-Mitarbeiter den mutmaßlichen Hersteller der Sprengsätze fest.
*Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten
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