Grossrosseln/Petit Roselle – Ein besonders feiger und brutaler Überfall hat sich im Saarländischen Grossrosseln bei Völklingen direkt an der französischen Grenze ereignet. Dort wurde eine schwerbehinderte 71-jährige Frau in einem kleinen Wäldchen von zwei französisch sprechenden Jugendlichen – einer davon dunkelhäutig – überfallen, mit faustgroßen Steinen beworfen und in den Rücken getreten. Warum die Polizei nur wegen „versuchten Raub“ und nicht wegen versuchtem Mord ermittelt, bleibt ein Rätsel. Hat man Angst, dass der Vorfall die Kommunalwahl am 26. Mai beeinflussen könnte?
Nach Polizeiangaben geschah der Überfall bereits am Gründonnerstag, steht jedoch erst heute in den Tageszeitungen zum Beispiel Saarbrücker Zeitung, die aus wohl aus Täterschutzgründen (Alle Messerstecher heißen Michael) auf eine genaue Beschreibung der Steiniger verzichtet und auf die Polizeidirektion in Völklingen verweist.
Wie die Polizei laut der medienplattform sol.de berichtet, „spazierte am Donnerstagnachmittag eine schwerbehinderte Frau mit ihrem Hund auf dem Waldweg in Großrosseln in Richtung Hundedressurplatz. Nachdem die 71-Jährige an zwei Jugendlichen vorbeigegangen war, nahmen diese die Verfolgung der Frau auf.“
Dieses kleine Wäldchen am Mühlbach, in dem der Hundeausbildungsplatz liegt, bildet gleichzeitig die Deutsch-Französische Grenze und trennt die deutsche Gemeinde Grossrosseln vom französischen Petit Roselle.
„Zunächst bewarfen sie ihr Opfer mit faustgroßen Steinen; zielten dabei auf Kopf, Rücken und Beine. Mehrfach wurde die Frau getroffen. Währenddessen forderten die Täter Handy, Geld und Zigaretten.“ Schreibt die Medienplattform sol.de weiter. Hierzu liefert die Saarbrücker Zeitung ein wichtiges Detail, dass besonders für die Zeugenaufrufe und vor allem Fahndung von großer Wichtigkeit ist. Aus diesem Bericht geht hervor, dass die Räuber „mit französischem Akzent Handy, Geld und Zigaretten“ gefordert hätten. Die Täter kamen daher mutmaßlich aus dem nur wenige Meter entfernten „Petit Roselle“ jenseits der Grenze, dem Zuständigkeitsbereich der französischen Polizei in Forbach.
„Nachdem die Geschädigte angegeben hatte, keinerlei Wertgegenstände mit sich zu führen, sprang ihr einer der Täter in den Rücken und bespuckte sie,“ schreibt sol weiter. Dennoch gelang es der 71jährigen sich mit ihrer Gehhilfe auf den Beinen zu halten. Die Täter ließen endlich von ihr ab und der Frau gelang es nach Hause zu laufen. Ihre Tochter brachte sie schließlich ins Knappschaftsklinikum nach Püttlingen. Laut Polizei konnten bislang keine Angaben über erlittene Verletzungen gemacht werden. Auch dies mutet seltsam an, denn der Vorfall geschah bereits am Gründonnerstag. Soll hier etwas gezielt vertuscht werden? Immerhin hat sich die Saarbrücker Zeitung hier etwas weiter aus dem Fenster gewagt: „Sie erlitt Prellungen und schwere Blutergüsse.“ heißt es in der entsprechenden Meldung.
Die beiden Jugendlichen wurden von der Geschädigten folgendermaßen beschrieben: Sie sollen etwa 15 bis 16 Jahre alt sein, Französisch sprechen, trugen beide schwarze oder dunkle Kapuzenjacken. Einer der Täter hatte eine dunkle Hautfarbe. Hinweise nimmt die Polizei in Völklingen unter der Telefonnummer (06898)2020 entgegen. Eine Täterbeschreibung, die auf zigtausende zutrifft, die inzwischen in Deutschland, Frankreich ganze Städte und Stadtteile in No-go-Areas verwandelt haben. Mit ausdrücklichem Wunsch der Wähler. Daran wird wohl auch die EU- Kommunal und Bürgermeisterwahl am 26. Mai im Saarland nichts ändern. Spannend wäre auch die Frage in welchem Umfang die Saarländische Polizei Kontakt zur Gendarmarie Forbach aufgenommen hat und ob der Vorfall in grenznahen Tageszeitungen thematisiert wurde. (KL)
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