Nach den „Klima-Verbrechern“, die Kinder in die Welt setzen oder Fleisch essen, geraten jetzt Heiratswillige ins Visier der „Umweltschützer“. Wer „Ja“ sagt und eine Hochzeit plant, gehört jetzt auch zu der Gruppe von Menschen, die diesem Planeten den letzten Stoß in den Abgrund geben, meinen zwei junge Frauen und stellen neue Regeln auf, für alle, die es trotzdem nicht lassen wollen.
Eine Hochzeit auszurichten und zu feiern sei ein „unverantwortliches Umweltverbrechen“ – dieser Meinung sind laut Merkur die Bloggerin Laura Mitulla und die Journalistin Denise Fernholz.

Denn: Mit Einladungskarten zur Hochzeit die Verwandschaft zuzumüllen gehört zu der neu erfundenen Straftat „Umweltverbrechen“. Deshalb: Einladungen bitte nur auf Recycling Papier und aus der Ökodruckerei. Umweltsünde Nummer zwei: Unnötiger Konsum von Textilien. Es darf auf gar keinen Fall das weiße Klimasünderkleid in Tüll sein. Umweltverträglicher ist da ein einfacher weiße Jumpsuit, der nach den Feierlichkeiten immer wieder als Sommeroutfit herhalten kann. Und bitte nicht vergessen – nicht zu weit weg heiraten – alle Feierwütigen sollten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen können. Auch vor der Demo wird nicht haltgemacht: Marmeladengläser mit Blümchen vom Wegesrand anstatt Blumenbukett, Bio-Fleisch auf einem Grill, „gerettete Lebensmittel“ und Hochzeitsgeschenke in Form von gebrauchten Gläsern:“Wann haben wir überhaupt aufgehört, aus gespülten Senfgläsern zu trinken?“ fragt sich Denise und bittet den Bio-Sekt oder die regionale Bio-Limonade lieber so an.
Selbst bei den Eheringen lauert die Umweltsündergefahr: Man könne Altgold einschmelzen lassen und sich neue Ringe daraus bei einem Goldschmied machen lassen oder Fair-Trade Ringe kaufen. So. Und bei der Hochzeitsreise gilt selbstverständlich maximale „Flugshaming“. Diese und noch mehr Tipps zum Thema gibt es auf dem Blog The ONCG.(SB)
@jouwatch



