Nach der Regierungskrise in Thüringen hat sich der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner am Donnerstag im Bundestag entschuldigt.
Laut dem Politiker sind seine Parteikollegen „beschämt“, weil die Demokratie in Thüringen verhöhnt worden sei. Dafür wolle er sich entschuldigen.
„Wir haben einen Fehler gemacht, den wir aufarbeiten“, so Lindner.
FDP-Chef: „Erfurt war ein Fehler“
Die FDP habe sich von der AfD vorführen lassen. Diese hatte in der geheimen Abstimmung für den FDP-Politiker votiert, obwohl es einen eigenen AfD-Kandidaten gab. Es dürfe keine Kooperation mit der AfD geben, bekräftigte der FDP-Parteichef.
„Erfurt war ein Fehler, aber wir unternehmen alles, damit er sich nicht wiederholen kann.“
Thüringen-Krise
Der FDP-Politiker Thomas Kemmerich war am 5. Februar im Thüringer Landtag im dritten Wahlgang mit den Stimmen von FDP, CDU und AfD zum Ministerpräsidenten gewählt worden. In den beiden ersten Wahlgängen konnte der bisherige Regierungschef Bodo Ramelow von der Linkspartei keine Mehrheit erhalten. Kemmerich trat nach massiver Kritik zurück und ist seither geschäftsführend im Amt. Die Wahl Kemmerichs mit Hilfe der AfD-Stimmen hat den Verzicht von Annegret Kramp-Karrenbauer auf die Kanzlerkandidatur und den CDU-Vorsitz nach sich gezogen.
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