EU-Ratspräsident Charles Michel hat das Vorgehen der griechischen Grenzschützer an der EU-Außengrenze zur Türkei gelobt. Er unterstütze das, was die Sicherheitskräfte und die Regierung in den vergangenen Tagen getan hätten, sagte Michel am Dienstag im griechischen Kastanies.
„Was ihr tut, ist wichtig für Griechenland. Es ist auch entscheidend für die Zukunft der Europäischen Union“, wurde Michel von der Deutschen Presse-Agentur zitiert. Selbstverständlich sei es auch wichtig, verhältnismäßig zu handeln und die menschliche Würde sowie Völkerrecht zu respektieren.
Die Türkei hatte am Wochenende die Grenzen zur Europäischen Union für Migranten für offen erklärt. Nach UN-Angaben harren Tausende von Migranten bei Kälte auf der türkischen Grenzseite zu Griechenland aus. Viele wollen weiterziehen. Griechische Sicherheitskräfte setzten mehrfach Blendgranaten und Tränengas ein, um Menschen zurückzudrängen.
Athen nimmt vorerst keine neuen Asylanträge an
Griechenlands Regierungschef Kyriakos Mitsotakis kündigte zudem an, sein Land werde einen Monat lang keine neuen Asylanträge annehmen. Das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) und Migrationsforscher kritisierten dies scharf, hieß es.
am/dpa



