In der nordkaukasischen Teilrepublik Karatschai-Tscherkessien ist eine Gruppe von Extremisten festgenommen worden, teilt der russische Inlandsgeheimdienst FSB mit. In der Region wollten die Festgenommenen einen Scharia-Staat gründen.
Demnach unterbanden Mitarbeiter der russischen Polizei, des Sicherheitsdienstes FSB und der Nationalgarde die Aktivitäten einer Zelle der extremistischen Gruppe „At-Takfir wa-l-Higra“*.
Die Mitglieder der Gruppe sollen Ideen des radikalen Islam verbreitet und versucht haben, kommunale Beamte zu stürzen. Darüber hinaus hätten sie beabsichtigt, einen Scharia-Staat im Nordkaukasus zu etablieren.
Insgesamt seien zwölf Mitglieder der Extremistengruppe festgenommen worden, einer von ihnen in Moskau. Alle seien Einwohner der Teilrepublik.
Bei den Durchsuchungen in den Häusern der Extremisten hätten die Ermittler Feuer- und blanke Waffen, Munition, USB-Massenspeicher und extremistische religiöse Bücher entdeckt sowie CDs mit „Videos, die einen terroristischen Charakter haben“.
Zurzeit werde über die Einleitung eines Strafverfahrens entschieden, heißt es in der Mitteilung.
Ende 2018 waren acht Anhänger der internationalen Extremistengruppe „At-Takfir wa-l-Higra“ ebenfalls in Karatschai-Tscherkessien und weitere fünf in der Nordkaukasusrepublik Dagestan festgenommen worden.
*Extremistische Organisation, in Russland verboten
asch/sna



