StartZARONEWS PresseAgenturFall Rebecca: Polizei wirft Staatsanwaltschaft „Supergau“ vor

Fall Rebecca: Polizei wirft Staatsanwaltschaft „Supergau“ vor

Die Suche nach der vermissten und mutmaßlich ermordeten 15-jährigen Rebecca Reusch hält die Bundesrepublik in Atem. Derweil sorgt das Vorgehen der Berliner Staatsanwaltschaft in dem Fall für heftige Verstimmungen bei der Polizei Brandenburg.

Die Staatsanwaltschaft hatte nämlich im Zuge der Ermittlungen verraten, dass das sogenannte Kesy-System das Nummernschild des himbeerroten Renault Twingo erkannt hätte.

Mit diesem Fahrzeug war der Schwager von Rebecca, der des Mordes beschuldigt wird, am 18. und 19. Februar zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) unterwegs.

Ein Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums erklärte in diesem Zusammenhang dem Berliner „Tagesspiegel“:

„Wir sind stinksauer, dass die Berliner Behörden Details zu der Anlage und zum Standort einfach ausposaunt haben.“

Diese Weitergabe von Ermittlungsmethoden sei fatal und erschwere die Fahndung nach Autodieben und anderen Straftätern immens.

Zukünftige Straftäter wüssten nun nämlich, wie sie sich zu verhalten hätten.

Der Berliner Polizei-Berufsverband „Unabhängige“ kritisierte im „Tagesspiegel“ die Staatsanwaltschaft noch deutlicher.

„Die Einsatztaktik der Polizei zu veröffentlichen, ist eigentlich der Supergau.“

Das Kesy-System ermöglicht es, die zur Fahndung ausgeschriebenen Nummernschilder automatisch zu erfassen. Der Einsatz der mittlerweile elf Geräte in Brandenburg ist dabei im Polizeigesetz geregelt.

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