Aufgrund einer besonderen astronomischen Konstellation bilden sich im Atlantik und im Pazifik Riesenwellen. In Europa werden unter anderem Frankreich und England von der Springflut betroffen sein.
Für viele ein spektakuläres Fehler, Gruppe existiert nicht! Überprüfen Sie Ihre Syntax! (ID: 2)Ereignis: Am Freitag wird eine Sonnenfinsternis den Himmel verdunkeln. Doch ein weiteres Naturphänomen soll folgen. Riesige Flutwellen sollen sich am nächsten Samstag unter anderem an der
französischen Nordwestküste auftürmen, sagen Experten der Meeresbehörde SHOM. Ein Tidenhub von 14,5 Metern wird etwa an der Klosterinsel Mont Saint-Michel in der Normandie erwartet. Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut rund um diese Weltkulturerbe-Insel wird somit höher als ein vierstöckiges Gebäude sein.
(Foto: Springflut in Wales (3. Januar 2014): Auch an anderen Orten wird sich der große Unterschied zwischen Ebbe und Flut am Samstag bemerkbar machen. In Großbritannien soll das Wasser vor allem im Kanal von Bristol um mehr als 14 Meter steigen)
Auch in Großbritannien, Kanada und Australien wird eine besonders hohe, sogenannte Springflut erwartet. Dies hängt mit der tagesbedingten Himmelskonstellation zusammen. Der weltstärkste Tidenhub wird bis zu 16 Metern betragen und in der Bucht von Fundy an der kanadischen Atlantikküste zu bestaunen sein.
Frankreich bereitete sich mit Katastrophenübungen vor
In Großbritannien soll das Wasser vor allem im Kanal von Bristol um mehr als 14 Meter steigen. “Die Flut ist ein Ausdruck der Gesetze der Schwerkraft in dem von Erde, Sonne und Mond gebildeten System”, erläutert Flut-Experte Nicolas Pouvreau von der französischen Meeresbehörde SHOM. “Die Antwort des Meeres auf die Kraft, die die Flut auslöst, nimmt die Form einer Welle an, die in diffuser Art und Weise über die Ozeane hinweg ausgelöst wird.”
Am Klosterberg Mont Saint-Michel lautet eine Redensart, dass die Flut “mit der Geschwindigkeit eines Pferdes im Galopp” daherkommt. Die Menschen an den Küsten sind daher zur Vorsicht aufgerufen, im Vorfeld fanden sogar Katastrophenübungen für den Fall von Überflutungen statt.
Schlimmer als die “Jahrhundertflut” von 1997?
Auch Flutexperte Nicolas Weber vom SHOM warnt, es sei “gefährlich – man soll sich nicht zu weit vorwagen”. Nach seinen Worten steigt das Wasser immerhin “schneller als ein Mann rennt”. Die letzte “Jahrhundertflut” war am 10. März 1997. Am nächsten Samstag aber wird in Frankreich ein Flut-Koeffizient von 119 erwartet und damit der höchste je gemessene, wie die Meeresbehörde SHOM errechnete.
Schon ein Koeffizient von über 110 gilt als selten und kommt nur an zwei Prozent aller Tage vor. Bereits am 21. Februar hatte es eine besonders hohe Flut gegeben, eine weitere wird am 29. September erwartet. Beide kommen aber nicht an das Phänomen vom kommenden Wochenende heran.
So werden am nächsten Samstag zahlreiche Touristen an die Küsten strömen, um sich das Ereignis nicht entgehen zu lassen. Die nächste “Jahrhundertflut” ist schließlich erst wieder in 18 Jahren zu bestaunen, am 3. März 2033.
Quellen: Reuters/n24.de vom 19.03.2015




