StartPolitikDemütigungGrünenpolitikerin und LGBT-Aktivistin Pfuderer zeigt Palmer an – Medien

Grünenpolitikerin und LGBT-Aktivistin Pfuderer zeigt Palmer an – Medien

Die Grünen-Politikerin Maike Pfuderer soll laut Medienberichten gegen ihren Parteikollegen Boris Palmer einen Strafantrag wegen Beleidigung gestellt haben.

Auslöser für die Wut der Politikerin soll ein Wortwechsel auf Facebook gewesen sein. Der Tübinger Oberbürgermeister sprach am Montag Pfuderer, LGBT-Aktivistin mit transsexueller Vergangenheit, unter anderem mit ihrem männlichen Vornamen an. Diesen hatte sie nach einer Geschlechtsumwandlung abgelegt.

Wortwechsel zwischen Maike Pfuderer und Boris Palmer auf Facebook am 13. Juli 2020 (Screenshot erstellt am 16. Juli 2020)
© FOTO : BORIS PALMER / FACEBOOK : POSTING VOM 12. JULI 2020
Wortwechsel zwischen Maike Pfuderer und Boris Palmer auf Facebook am 13. Juli 2020 (Screenshot erstellt am 16. Juli 2020)

Gegenüber dem Portal queer.de sagte Pfuderer, dass Palmer „in vermutlich herabwürdigender Absicht“ gegen das Offenbarungsverbot im Transsexuellengesetz verstoßen habe, als er die Politikerin mit ihrem alten, abgelegten Vornamen – „Deadname“ – nannte. Paragraf 5 verbietet die Offenbarung und Ausforschung früherer Vornamen gegen den Willen der betroffenen Person.

Wie die Zeitung „Tagesspiegel“ am Mittwoch schreibt, habe Pfuderer einen Strafantrag wegen Beleidigung gegen Palmer gestellt. Nach Angaben der „Stuttgarter Zeitung“ bestätigte Polizeipräsidium Reutlingen den Eingang der Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Transsexuellengesetz. Diese werde nun geprüft.

Für Palmer wird es dem Blatt zufolge möglicherweise kaum juristische Folgen geben, da der Vorwurf weder als Ordnungswidrigkeit noch unter strafrechtlich Relevantes falle.

Palmers Reaktion

Der Grünen-Politiker verteidigte am Montag in einem Facebook-Eintrag die Verwendung von Pfuderers früherem Vornamen damit, dass Maike Pfuderer bereits zuvor „selbst der Öffentlichkeit mitgeteilt“ habe, was ihr früherer Name gewesen sei. Dabei berief sich Palmer auf ein Interview, das die Grünen-Politikerin 2010 der „Stuttgarter Zeitung“ gegeben habe.

Der Tübinger OB beklagte sich außerdem über „übelste Verleumdungen, Unterstellungen und Beleidigungen“, die Maike Pfuderer über ihn seit Jahren öffentlich geäußert habe, und veröffentlichte Screenshots einiger Postings der Politikerin. Sollte jemand aber „nur den kleinsten Kommafehler in einer kaum mehr durchschaubaren Verbotswelt“ begehen, würden dann „manche Aktivisten“ den Staatsanwalt, den Parteiausschluss und die „moralische Verdammnis“ ausrufen.

Boris Palmeram Montag

@Sonderrechte und Sonderpflichten

Maike Pfuderer lässt hier seit Jahren keine Gelegenheit aus, um über mich mit übelsten Verleumdungen, Unterstellungen und Beleidigungen herzuziehen. Kleine (!) Auswahl in den Screenshots. Ich habe das immer toleriert.

Gestern Abend hat Maike Pfuderer wieder einmal eine solche Attacke geritten. Ich wurde von einem Leser, der sich über die ständigen Invektiven wunderte, gefragt, ob wir uns kennen. Wahrheitsgemäß habe ich geantwortet, dass mir …Mehr ansehen

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen, Text „Maike Pfuderer Sep. 2018 Braune Scheiße, ist Scheiße und riecht auch so. Da braucht es nicht extra Verständnis dafür!! Auch nicht bei einem Provinz-OB 10 Kommentare“
Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen, Text „Maike Pfuderer 7.Sep. 2018 0 Und wenn du denkst es geht nicht schlimmer (brauner) bei Boris Palmer geht das immer! Gefällt mir Kommentieren Teilen 11 Kommentare“
Bild könnte enthalten: Text „Maike Pfuderer 30. Aug. 2019 Dieser Werbethread des Hobbyschreiberlings ist es doch eine komplette Verdrehung der Fakten und zeigt eine verkommene oder mindestens strittige Moral! ist zum Fremdschämen! unserem Land herrscht Religionsfreiheit, daher ist das Kopftuch der Muslima so akzeptieren der Habit der Ordensschwester oder Haube der Diakonisse. Ganz verkommen ist dann der Ansatz, dass nur im Strom mitschwimmen müsse um diskriminiert zu werden. Als die Muslima ohne LSBTTIQ Menschen zu Homoheilern usพ. Das ist Rassismus, das Homophobie, das ist braun und nicht bunt, das alles andere als grün! allem“
Bild könnte enthalten: Text „Maike .Nov. 2019 Ziemlich unverschämt wie sich der Obermeister der schwäbischen Stadt Tübingen, Boris Palmer wieder Opfer Der Satz vom Erhard Eppler „Wer zu früh kommt, den bestrafen die Parteifreunde" scheint Spuren beim kommuinalen Wahlbeamten hiterlassen haben. Er beschwert sich, dass man nicht mehr alles sagen dürfe. Das durfte man noch und wollte kein anständiger Mensch! Es gab immer grenzen Anstandes. Die Fremdenhass Homophobie einfach weitem Überschritten. durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt! BÜNDNIS 90/DIE sind sicher nicht die Partei die einen rassistischen homophoben Vordenker braucht! Daher ist Boris Palmer nie Opfer sondern Täter!“
Bild könnte enthalten: Text „Maike Pfuderer 12. Juli 2018 Da meint der Boris Palmer man müsse sein Geschreibsel, das natürlich bei der FAZ hinter einer Paywall ruht lesen und sich entspannen. Wenn einer dümmliche Witze über eine Opfergruppe Nazis macht, dann sollen sich die Menschen über die der "Witz" gehandelt hat entspannen? Irenn ist deine Stärke allerwertester Boris! Boris Palmer 6 Std. Wer ist hier verbittert? Und weil der Streit immer derselbe ist, meine Antwort in Form meines Beitrag in der FAZ:“

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mo/mt

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