StartZARONEWS PresseAgenturGrünes Grundsatzprogramm: Heute Deutschland, morgen die ganze Welt

Grünes Grundsatzprogramm: Heute Deutschland, morgen die ganze Welt

Die Grünen, vor vierzig Jahren von den Altvorderen noch als durchgeknallte Spinner verlacht, sind endgültig dabei, ihre Ökonische zu verlassen, um die Welt zu erobern. In Berlin trafen sie sich von Freitag bis Samstag zu einem „Grundsatzkonvent“. Es geht auch um die Ausarbeitung eines vierten Parteiprogramms. Auf dem Konvent wird erst einmal in 120 Themenforen über politische Prinzipien diskutiert. Zugegangen ist es am Freitag bereits wie auf dem Bückeberg. Bis zum Herbst 2020 soll dann das neue Parteiprogramm stehen, wie die „Welt“ berichtet.

Es ist noch nicht lange her, als einem anläßlich der Münchner Sicherheitskonferenz vor lauter Schreck das Blut in den Adern gefror. Der Leiter der Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, ehemaliger Diplomat und Staatssekretär im Auswärtigen Amt, stand in einem blauen EU-Pulli am Rednerpult und eröffnete die Tagung mit einer launigen Rede. Bei der Tagung fielen Worte wie: „Wir müssen die Welt täglich daran erinnern, daß …„. Die deutsche Großkotzmanie und das Streben, nach einer gescheiterten militärischen Weltherrschaft nun die moralische zu erringen, ist ein beängstigendes Zeichen der Zeit. Die Grünen schlagen in dieselbe Kerbe. „Die Grünen wollen „einen Kompass setzen“, um anstehende Herausforderungen der Menschheit zu bewältigen“, schreibt Ansgar Graw.

Man muß sich das einmal vor Augen halten, was in unserer Warnen-Fordern-Zeichensetzen-Republik abgeht. Das ist kompletter Realitätsverlust, was hier zu beobachten ist. Abgesehen davon, daß schon die Formulierung „einen Kompaß setzen“ bar jeglichen Inhalts ist: „Einen Kompaß setzen zur Bewältigung“ – hä? – „zur Bewältigung der anstehenden Herausforderungen der Menschheit?“ – Was ist los? Hätte die Menschheit nie irgendwelche Probleme gehabt – ´tschuljung – „wäre sie nie vor anstehenden Herausforderungen gestanden“, wenn sie nur brav immer einen gründeutschen Bewätigungskompaß gesetzt hätte, resp. sich einen hätte setzen lassen? Von Leuten wie Annalena Baerbock und Robert Habeck womöglich? Mir schwant, dieses Land verwandelt sich rapide in eine Freiluftklapse. Dafür gibt es nicht länger mehr zu ignorierende Indizien.

Kurz bevor sich die Grünen nämlich zuhauf in der Berliner Arena versammelten, demonstrierten die Elf- und Zwölfjährigen zusammen mit der schwedischen Klimagretel rund ums Brandenburger Tor und verkündeten naseweis, daß wir „keine zweite Welt im Keller“ hätten. Ach? Haben wir nicht? Keine zweite Welt in deutschen Kellern? Und das ist niemandem vorher klar gewesen? Wie sieht´s eigentlich aus mit deutschen Zuchtsauen im Weltall? Sind da wenigstens welche unterwegs zum Lobpreis der universaldeutschen Klugscheißerei? Was, auch nicht? – Oh Gott. Und dann dieser kindlich-naive Appell: „Glaubt den Wissenschaftlern!“ Man kann es den kleinen Klugscheißerbratzen nicht übel nehmen, daß sie nicht wissen, welche Sorten „Wissenschaftler“ es in der Geschichte schon gegeben hat. Es ist schließlich nicht ihre Schuld, daß sie keine Geschichtskenntnisse haben, die länger als zwei Wochen in die Vergangenheit zurückreichen. Aber man darf sich mit Fug und Recht fragen, warum kaum ein Erwachsener aus Politik und Medien ein Donnerwetter vom Stapel läßt. Wie kommt es eigentlich, daß sich Erwachsene von kleinen verhetzten Bratzen, die aus gutem Grund noch nicht einmal wählen dürfen, die Welt erklären lassen sollen? – Das alles läuft in äußerst ungesunden Schuhen.

Unser Land ist inzwischen so infantil geworden, daß meinereiner sich überlegt, ob wir nicht allesamt sicherer dran wären, wenn wir davon Abstand nähmen, der fixen Idee hinterher zu laufen, wir seien in der Lage, uns selbst zu regieren – und stattdessen Amerikaner und Russen, Polen und Tschechen freundlich zu bitten, eine friedliche Deutschland-Verwaltungsallianz zu bilden und unser Land für uns zu managen. Mit Widerstand müssten sie nicht einmal rechnen, weil u.a. Ursula von der Leyen bereits dafür gesorgt hat, daß sich diese völlig durchgeknallte Nation nicht mehr verteidigen kann. Es sieht ganz danach aus, als bräuchten wir Hilfe von außen, um diesen neuerlichen, furchtbar gefährlichen Weltmissionierungswahn, der schon wieder ausgebrochen ist, in die Löcher zurückzustopfen, aus denen er allerweil hervorkriecht.

Es gibt genau eine Herausforderung, vor der wir in Deutschland stehen: Dieses Land so zu gestalten, daß es möglichst als Vorbild dienen kann, und es dem Rest der Welt selbst zu überlassen, ob er sich Deutschland zum Vorbild nehmen will. Elfjährige Schulschwänzer, die von einer zweiten Welt im Keller daherfaseln, die wir nicht haben. Hochschullehrerinnen und Politikerinnen, die ihnen dazu den Kinderbauch pinseln – ja hallo? Wird hier allmählich mal jemand wach!?

Der grüne Grundsatzkonvent

Ein bißchen System und Willkür, System und Chaos“. Das verspricht Parteichef Habeck den grünen Debattierend*Innen zum Auftakt der Freakshow über den Zwischenbericht zum neuen Grundsatzprogramm der Partei. Vielleicht meint er wieder irgend so eine löbliche Vielfalt. Der ganze Satz: Ein bißchen System und Willkür, ein bißchen System und Chaos samt einem bißchen Kompaßsetzerei zur Bewältigung der anstehenden Herausforderungen, vor denen die ganze Menschheit ein bißchen steht. Klingt alles nicht nur ein bißchen gaga, sonder absolut verrückt.

Die Co-Chefin der Partei, Annalena Baerbock (38), will aus dem ökologischen Nest heraus, in dem die Grünen sich vor 40 Jahren selbst ausgebrütet haben: „Wir wollen raus in die Breite der Gesellschaft, eine Partei für alle Menschen in diesem Land werden.“ – Die „Breite der Gesellschaft“. „Partei für alle Menschen in diesem Land“ – verflixt, wo habe ich denn das zum letzten Mal vernommen? Ah ja, in alten Aufnahmen aus dem Volksempfänger habe ich das gehört – und dann nochmal gesehen bei der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Wer da nicht aufmerkt, der muß wohl inzwischen völlig breit in der Gesellschaft durch den Tag delirieren. Was geht in meinem Land eigentlich ab? Das darf doch alles gar nicht mehr wahr sein!?

Ska Keller (eigentlich Franziska Maria):  „Wir müssen ganz grundsätzlich Europa auf die nächste Stufe heben“. Wollen wir nicht lieber darüber debattieren, ob wir Europa nicht ganz grundsätzlich, sondern eher nur ein bißchen von unten nach oben über die Treppe schleifen wollen müssen? Was geht vor in den Köpfen von Leuten, die einen solchen Schwachsinn ein bißchen daherreden?

Sven Giegold erklärt, daß Grüne die „Föderale Europäische Republik“ fordern, weil Europa an einer „Visionslücke“ laboriert. Zusammenfassend: Die total breite Kinderdiktatur hat keine zweite Welt im deutschen Keller, was korreliert mit einer Visionslücke, derentwegen Europa auf die nächste Stufe gehievt werden muß. Es sieht ganz danach aus, als ritte Angela Merkel visionslückenhaft auf dem galoppierenden Wahnsinn durchs grüne Land. Immer mehr Deutsche wandern schon aus. Nach Ungarn zum Beispiel, wo die politische Klasse noch alle Latten am Zaun hat. Sogar Rußlanddeutsche, die erst seit einigen Jahren hier leben, denken daran, wieder in ihre alte Heimat zurückzukehren.

Ansgar Graw bemerkt in der „Welt“ sehr zutreffend: „Wenn die grüne Europa-Vision föderal, nicht konföderativ, konstruiert werden soll, also als Bundesstaat, nicht als Staatenbund, dann ist das mal so nebenbei die Forderung nach einem Abschied vom Nationalstaat. Ob das der beklagten Zerbrechlichkeit Europas entgegenwirken würde? Das Programm bleibt in dieser Frage allerdings nebulös. Denn in der „Föderalen Europäischen Republik“ sollen die europäischen Grundrechte „für alle Bürger*innen gegenüber den jeweils nationalen und regionalen Regierungen garantiert werden“, heißt es da. Also doch keine Föderation? Die nationalen Regierungen bleiben? Der Zwischenbericht bleibt hier im rückversichernden Nebulösen.

„Nebulös“ ist das richtige Wort. Mein Heimatland erstickt im Begriffsnebel der völlig Benebelten. Das sind nicht nur Grüne. Bei den Roten sieht es kein Stück besser aus – und den Schwarzen ist sowieso schon alles egal.  Wäre es anders, hätten sie z.B. Angela Merkel längst aus der Partei geworfen und Axel Voss ein Spray gegen seinen digitalen Axelschweiß überreicht. Die Gelben nimmt eh keiner mehr ernst – und wer bei der Europawahl etwas anderes als die AfD wählt, der macht sich mitschuldig. Das ist alles nur noch ein einziger Albtraum.

@jouwatch

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